H im Schwerbehindertenausweis bedeutet hilflos.

Merkzeichen H

H steht für Hilflosigkeit. Hilflos ist nach der Definition, wenn ein Behinderter für eine Anzahl von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung seiner persönlichen Existenz täglich fremder Hilfe andauernd bedarf. Es kommt darauf an, ob es sich um Hilfestellungen handelt, die den höchstpersönlichen Lebensbereich betreffen. Darunter fallen das Essen und Trinken, die Körperhygiene, das Ankleiden, das Aufstehen und Ins-Bett-Gehen. Hauswirtschaftliche Verrichtungen zählen nicht hierzu. Das ist ein Unterschied zur Frage der Pflegebedürftigkeit, wie sie die gesetzliche Pflegeversicherung stellt. Es kommt also nicht darauf an, ob Hilfe beim Einkaufen, Putzen oder Kochen benötigt wird.

Voraussetzungen

Die Zuerkennung des Merkzeichens H erfordert, dass wenigstens bei drei unterschiedlichen Verrichtungen Hilfe erforderlich ist. Im zeitlichen Umfang wird von Hilfebedürftigkeit i.d.R. nur dann ausgegangen, wenn die Hilfeverrichtung wenigstens 2 Stunden in Anspruch nimmt. Die versorgungsmedizinischen Grundsätze sehen vor, dass Blinde, hochgradig Sehbehinderte, Querschnittsgelähmte und sonstige, ständig auf einen Rollstuhl angewiesene Personen, geistig Behinderte, Hirngeschädigte mit einem Einzel-GdB von 100 allein für diese Leiden die Voraussetzungen für das Merkzeichen H ohne weitere Prüfung gegeben sind.