Leiharbeit und Minijobs sind schlecht für Privat- und Familienleben

Neue Studie prüft Auswirkungen sogenannter atypischer Beschäftigungsverhältnisse

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Tun auf Dauer nicht gut: atypische Arbeitsverhältnisse.

Leiharbeit, Teilzeitarbeit, befristete Jobs und Minijobs – wer in einem solchen Beschäftigungsverhältnis steht muss sich meist mit einer schlechteren Bezahlung als Normalarbeitnehmer abfinden. Eine aktuelle Studie des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP) in Münster im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung offenbart nun zusätzliche negative Auswirkungen sogenannter atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Es konnte bestätigt werden, dass Familienleben und Partnerschaft der Beschäftigten unter dieser Art zu arbeiten leiden. Weiterlesen

Schuldenfalle Hartz 4

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Kaufen, was man nicht braucht: Millionen von Deutschen sind überschuldet.

Obwohl Deutschland zu den reichsten Ländern der Welt gehört, haben viele Menschen hier hohe Schulden. Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände schätzt, dass bundesweit 3,1 Millionen Haushalte verschuldet sind. Betroffen sind damit ca. 7 Millionen Menschen. Die Situation der betroffenen Haushalte hat sich insbesondere durch die steigende Zahl ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse verschärft. Aber auch wer im Hartz 4 Bezug gelandet ist, steckt tief in Problemen fest.

Überschuldung

Wand ist man überschuldet? Nach einer Definition von Überschuldung ist diese durch eine psychische oder finanzielle Überforderung einer Person gekennzeichnet, ihre Schulden zurückzuzahlen, sog. Subjektive Überschuldung. Nach einer anderen Definition ist Überschuldung der Zustand, in dem Einkommen und Vermögen des Schuldners nicht mehr ausreichen, die bestehenden Verbindlichkeiten zu decken, sog. absolute Überschuldung oder Insolvenz. Weiterlesen

Kommt die gute Konjunktur bei Hartz-4-Beziehern an?

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Konjunktur wenig Auswirkungen auf Hartz 4

Die Arbeitslosenzahl ist in den ersten Monaten 2015 weiter gesunken, die Zahl der Erwerbstätigen steigt stetig. Wie lange hält der Aufwärtstrend noch an?

Glaubt man dem Chef der Bundesagentur für Arbeit, so ist ein Ende nicht in Sicht. Nach seiner Prognose wird die Zahl der Arbeitslosen 2015 noch stärker zurückgehen als erwartet, auf im Schnitt 2,8 Millionen. Statt 20.000 weniger Menschen ohne Job werden es im Jahresdurchschnitt gut 100.000 weniger sein. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten könnte um 540.000 steigen – und mit 30,74 Millionen ein Allzeithoch erreichen. Weiterlesen

Arbeitslosigkeit auf dem Rückmarsch

Trotz der Rezession ist der Arbeitsmarkt momentan stabil. Die Erwerbslosenzahlen sind im Spätherbst sogar etwas zurück gegangen.  Im November 2009 verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 13.000 auf 3,21 Millionen. Die Arbeitslosengquote nahm um 0,1 Prozent ab und sank auf 7,6 Prozent. Ein effektiver Rückgang steckt jedoch nicht hinter diesen Zahlen.  Die Arbeitslosenzahl wurde lediglich um statistische Sondereffekte bereinigt. Die Zahl der Arbeitslosen ist im November tatsächlich um 4000 angestiegen. Hintergrund für den stabilien Arbeitsmarkt sind der hundertausendfache Einsatz von Kurzarbeit. Seit dem Frühjahr habe die Kurzarbeit, so die BA, die Bundesagentur für Arbeit, wie ein Schutzwall die Entlassung von 300.000 bis 400.000 Beschäftigten verhindert. Weiterlesen

Leiharbeit und Teilzeitjobs verdrängen klassischen Arbeitsvertrag

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland haben befristete Arbeitsverträge, schlecht bezahlte Teilzeitarbeit und Leiharbeit. Der Anteil klassischer Beschäftigung in der Arbeitswelt ist dagegen in den vergangenen 10 Jahren deutlich gesunken.  Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die das Statistische Bundesamt am 19. August 2009 in Frankfurt vorstellte. Im Jahr 2008 hatten danach 66 Prozent der Erwerbstätigen einen unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrag von mehr als 20 Stunden pro Woche. 1998, als zehn Jahr zuvor, lag der Anteil noch bei 72,6 Prozent. Weiterlesen

Elterngeld und Elternzeit soll verlängert und bei Teilzeit möglich sein

Wenn es nach der Bundesfamilienministerin (CDU) geht, soll das Elterngeld verlängert werden – wenn Eltern in Teilzeit arbeiten. Das Eltergeld soll dann bis zu 28 Monate lang gezahlt werden.
Für diesen Vorschlag gab es Beifall auch von Seiten der Opposition, also von FDP und Grünen.

Die Bundesfamilienministerin führte die Wirtschaftskrise als Begründung an. Viele Familienväter würden sich in der Krise nicht trauen, ganz aus dem Beruf auszusteigen. Sie könnten dann statt zwei voller Vätermonate vier halbe nehmen. Wenn sie halbtags arbeiten erhalten sie das halbe Elterngeld. Die Mütter können es genauso machen, so dass Vater und Mutter zusammen auf bis zu 28 Monate kommen können. Weiterlesen