Minijob als Zweitjob

Tendenz Zweitjob

Minijob als Ergänzung zum Hauptberuf

Viele Berufstätige haben mehr als einen Job. Weil sie es müssen. Der Verdienst in dem ersten Arbeitsverhältnis reicht nicht aus, um den eigenen Lebensunteralt und den der Familie zu decken.

Ende letzten Jahres gab es laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit 3,2 Millionen Menschen mit Mehrfachbeschäftigung. Damit hat sich die Zahl in den letzten 14 Jahren mehr als verdoppelt. Die meisten kombinieren einen Minijob (450-Euro-Job) mit einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung.

450-Euro-Job als zweites Einkommen

Ein 450-Euro-Job hat den Vorteil, dass er sich als Zweitjob neben der Hauptbeschäftigung steuer- und sozialversicherungsfrei ausüben lässt. Auf Antrag werden Minijobber auch von der Rentenversicherungspflicht befreit. Weiterlesen

Scheidungskosten im weiteren Sinne von der Steuer absetzen?

Eine Scheidung tut auch finanziell weg. Gerichts- und Anwaltskosten können schnell eine Höhe von knapp 10.000 Euro erreichen. In einen Fall, den das Finanzgericht Düsseldorf beschäftigte, wollte die Klägerin nicht nur die eigentlichen Scheidungskosten, sondern auch die damit in Zusammenhang stehenden Kosten des Versorgungs- und des Zugewinnausgleichs sowie die Kosten des nachehelichen Unterhalts von der Steuer absetzen. Das Finanzamt jedoch berücksichtigte die Kosten nur insoweit, als sie sich auf die Ehescheidung und den Versorgungsausgleich bezogen. Weiterlesen

Abfindung nach Kündigung aus steuerlicher Sicht

Wird ein Arbeitnehmer gekündigt, so hat er grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf eine Abfindung in Geld. Oft zahlt der Arbeitgeber allerdings, nicht um dem Arbeitnehmer die Entlassung zu versüßen, sondern um Streitigkeiten vor dem Arbeitsgericht aus dem Weg zu gehen.
Eine Abfindung wird steuerlich wie Arbeitslohn behandelt. Sie ist in vollem Umfang steuerpflichtig und muss bei der Berechnung der Einkommensteuer zum regulären Jahresverdienst hinzu gerechnet werden. Das hat unter Umständen sogar zur Folge, dass der Arbeitnehmer in eine höhere Steuerklasse rutscht und einen höheren Steuersatz zahlen muss, also weit mehr, als üblicherweise.
Wird die Abfindung auf einen Schlag ausgezahlt, so ist sie im Jahr der Zahlung komplett bei der Steuer zu berücksichtigen.  Das kann man nur durch die sogenannte Fünftelregelung abmindern. Danach wird zunächst die Einkommensteuer auf das reguläre Jahreseinkommen berechnet, danach wird die Abfindung fiktiv auf fünf Jahre verteilt.  Ein Fünftel wird zum Einkommen hinzugerechnet und daraus wird wieder die Steuer ermittelt. Die Differenz beider Beträge wird mit fünf multipliziert. Das Ergebnis ist die Abfindungs-Steuersumme, die man mit der regulären Einkommensteuer addiert.
Die Fünftelregelung ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Zunächst muss die Abfindung die Einnahmen übersteigen, die durch die Kündigung bis zum Jahresende wegfallen und dem Entlassenden innerhalb eines Kalenderjahres zufließen.
Eine weitere Möglichkeit, um Steuern zu sparen, ist es, sich die Abfindung in Raten auszahlen zu lassen. Dann bleibt die zu versteuernde Summe gleich. Durch die Aufteilung beeinflusst sie die Steuerschuld aber weniger stark, da der Grad der Besteuerung mit dem Einkommen steigt und man durch die Aufteilung eventuell in der niedrigeren Steuerstufe bleibt.
Eine Aufteilung ist nur zulässig, wenn sie sich nur über zwei Kalenderjahre erstreckt und die Zahlungstermine vor Fälligkeit der Abfindung mit dem Arbeitgeber vereinbart worden sind.
Fazit: Die Abfindung wird immer komplett besteuert, man kann die Steuerlast aber dennoch mindern. Weiterlesen

Sachlohn oft steuerfrei

Der Bundesfinanzhof hat entschieeden, dass es sich dann, wenn ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer einen Benzingutschein überlässt, den dieser bei einer beliebigen Tankstelle einlösen kann, um einen steuerfreien Sachlohn handelt und nicht um einen steuerpflichtigen Barlohn. Nach der jüngsten Rechtsprechung des BFH gilt dies auch für Fälle, in denen ein Arbeitnehmer eine Tankkarte oder einen Geschenkgutschein bekommt. Entscheidendes Kriterium für die Abgrenzung von Sachlohn und Barlohn ist einzig der Rechtsgrund des Zuflusses, der einer empfangenen Leistung zugrunde liegt. Kann der Arbeitnehmer die Sache selbst beanspruchen, liegt ein Sachbezug vor. Dieser ist bis zu einer Freigrenze von 44 Euro pro Monat steuerfrei. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen genau für diesen Zweck bestimmten Geldbetrag auf sein Konto überweist. Weiterlesen

Studium und Ausbildung steuerlich absetzbar

Der Bundesfinanzhof hat unter den Aktenzeichen BFH VI R 38/10 und BFH VI R  /10 zwei Urteile erlassen, nach denen die Ausbildungskosten für Studierenden und Auszubildende steuerlich geltend gemacht werden können. Das gilt für das Erststudium und die Ausbildung  direkt nach dem Schulabschluss.  Millionen von jungen Menschen haben nun die Möglichkeit, die hohen Aufwendungen in die eigene Bildung als steuerlichen Verlust für spätere Zeiten festzuschreiben. Die Kosten dürfen voll mit dem Gehalt deer ersten Berufsjahre verrechnet werden. Die Verluste aus der Ausbildung können so lange verrechnet werden, bis sie aufgebraucht sind. Weiterlesen

Ferienjob für Studenten und Schüler

In den Sommerferien möchten viele Studenten und Schüler einen Ferienjob aufnehmen. Doch es gibt Regeln, die hierbei zu beachten sind.  Zunächst einmal die wichtigste: Kinderarbeit ist in Deutschland verboten. Bis zum 13. Geburtstag dürfen Kinder und Jugendliche keine Arbeit annehmen. Ab 13 Jahre ist ein Feriennjob von maximal 2 Stunden Arbeit pro Tag erlaubt, wenn die Eltern damit einverstanden sind.  Zulässig sind dann leichte Aushilfsjobs wie etwa Babysitten, Zeitungen oder Prospekte austragen.  Ab 15  Jahre ( bis 17 Jahre) darf ein Jugendlicher in den Ferien bis zu acht Stunden am Tag arbeiten. Die Arbeitszeit muss zwischen 6.00 und 20.00 Uhr liegen. Es sind maximal 40 Stunden pro Woche erlaubt. Soweit der arbeitsrechtliche Hintergrund zum Ferienjob. Weiterlesen

Studiengebühren nicht von der Steuer absetzbar

Der Bundesfinanzhof hat entschieden (Az VI R 63/08), dass Studiengebühren nicht als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden können. Dabei sei es nicht erheblich, ob die Aufwendungen im Einzelfall außergewöhnlich hoch  und für die Elterten unvermeidbar seien. Der übliche Ausbildungsbedarf werde durch das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag sowie den den Freibetrag nach § 33 a ABs. 2 EStG abgegolten. Folglich sei eine Berücksichtigung zusätzlicher Kosten für den Unterhalt und die Ausbildung eines Kindes gem. § 33 EStG grundsätzlich ausgeschlossen. Verfassungsrechtliche Bedenken gegen diese Vorschriften hatte der Bundesfinanzhof nicht. Weiterlesen

Mehr Elterngeld mit anderer Steuerklasse

Das Bundessozialgericht hat jüngst entschieden: Eltern dürfen und können sich durch die Änderung der Steuerklasse ein höheres Elterngeld verschaffen. Der Entscheidung liegt folgendes zugrunde: Das Elterngeld, das jungen Eltern vom Staat gezahlt wird, die sich für 12 oder 14 Monate der Erziehung ihrer Kinder widmen und ihren Beruf in der Elternzeit zurückstellen, beträgt 67 Prozent des zuletzt verdienten Erwerbseinkommens, höchstens 1800, wenigstens 300 Euro pro Monat. Das Erwerbseinkommen ist das Nettoeinkommen. Die Steuern und die Sozialversicherungsbeiträge sind also vom Nettoverdienst abzuziehen. Daraus folgt, dass das Elterngeld umso höher ausfällt, je weniger Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden müssen.  Vor diesem Hintergrund haben einige Eltern die Steuerklasse gewechselt, beispielsweise wechselten Elternteile mit dem geringeren Einkommen in der Elternzeit von Steuerklasse V in Steuerklasse III.  Dadurch erhöhte sich zwar die Steuerlast des erwerbstätigen Elternteil, das wurde aber in Kauf genommen, da ein Ausgleich mit der Lohnsteuererklärung und dem Steuerbescheid am Ende des Jahres in Aussicht stand. Weiterlesen

Elterngeld und Steuern

Beim Elterngeld kann es eine unliebsame Überraschung geben, wenn am Jahresende der Steuerbescheid kommt. So im Fall eiiner Mutter, die im Jahr 2009 Elterngeld in Höhe von 900 Euro erhalten hatte. Bei der Festsetzung der Einkommenssteuer bezog nun das Finanzamt das Elterngeld in die Berechnung des Steuersatzes mit ein. Hiergegen klagte die Mutter vor dem Finanzgericht, weil sie die Auffassung vertrat, bei der Berechnung des Steuersatzes sei das Elterngeld nur insoweit einzubeziehen, als es den Sockelbetrag von 300 Euro übersteige. Dieser sei nämlich eine reine Sozialleistung und keine Lohnersatzleistung. Weiterlesen

Dienstreise des Arbeitnehmers – neues Urteil zu den Fahrtkosten

Arbeitnehmer können Fahrtkosten für regelmäßige Dienstreisen selbst dann von der Steuer absetzen, wenn diese über einen längeren Zeitraum als drei Monate erfolgen. Dies hat nun der Bundesfinanzhof in München in einem Urteil entschieden (Az: VI R 66/05). Bisher, also bis 2007, wurden von den Finanzämtern nur die Kosten für die ersten drei Monate der Dienstreise anerkannt.
Steuerpflichtige können auch rückwirkend von der neuen Regelung profitieren, wenn sie die Steuererklärung für 2007 und die Jahre davor noch nicht abgegeben haben oder diese aufgrund eines Einspruchs noch nicht bestandskräftig sind.
In vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall wollte das Finanzamt einem Arbeitnehmer, der mehrere Jahre lang zwei Tage pro Woche zu einer Fortbildung fuhr, dafür nur die einfache Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer bewilligen. Das Finanzamt argumentierte, dass die Auswärtsstelle nach drei Monaten zu einer regelmäßigen Arbeitsstelle werde. Der Bundesfinanzhof folgte dieser Ansicht nciht und urteilte, dass die Fahrtkosten zeitlich unbegrenzt mit 30 Cent pro tatsächlich gefahrenem Kilometer von der Steuer abgesetz werden können. Weiterlesen