Minijob als Zweitjob

Tendenz Zweitjob

Minijob als Ergänzung zum Hauptberuf

Viele Berufstätige haben mehr als einen Job. Weil sie es müssen. Der Verdienst in dem ersten Arbeitsverhältnis reicht nicht aus, um den eigenen Lebensunteralt und den der Familie zu decken.

Ende letzten Jahres gab es laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit 3,2 Millionen Menschen mit Mehrfachbeschäftigung. Damit hat sich die Zahl in den letzten 14 Jahren mehr als verdoppelt. Die meisten kombinieren einen Minijob (450-Euro-Job) mit einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung.

450-Euro-Job als zweites Einkommen

Ein 450-Euro-Job hat den Vorteil, dass er sich als Zweitjob neben der Hauptbeschäftigung steuer- und sozialversicherungsfrei ausüben lässt. Auf Antrag werden Minijobber auch von der Rentenversicherungspflicht befreit. Weiterlesen

Aus 400 wird 450-Euro-Job

Der Minijob wird reformiert. Zum 1. Januar 2013 gelten neue Verdienstobergrenzen für geringfügig Beschäftigte. Sozialversicherungsfrei dürfen nunmehr bis zu 450 Euro verdient werden. Bisher lag die Grenze bei 400 Euro.
Wer bis zum 31. Dezember 2012 jedoch zwischen 400 und 450 Euro verdient hat, bleibt für eine Übergangszeit von 2 Jahren versicherungspflichtig beschäftigt, also weiter Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenkasse, der Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung.
Für neue Beschäftigungsverhältnisse ab dem 1. Januar 2013 setzt die Sozialversicherungspflicht erst bei einem Bruttoverdienst von 450, 01 Euro ein.
Aber es gelten beim Minijob nicht nur neue Verdienstregelungen. Auch die Rentenversicherungspflicht ist jetzt die Regel. Auf Antrag kann sich der geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer jedoch von der Pflicht befreien lassen. Dies kehrt die bisherige Gesetzeslage um, nachdem nur auf Antrag reguläre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurden.
Weiterhin zuständig für die Meldung eines Minijobs und die Einziehung der pauschalen Versicherungsbeiträge und Steuern ist die Minijobzentrale, die bei der Bundesknappschaft angesiedelt ist. Weiterlesen

Rentenbeitrag soll 2013 sinken

Der Rentenbeitrag soll nach einem Beschluss der Bundesregierung zum 1. Januar 2013 von 19,6 auf 19,0 Prozent gesenkt werden, voraussichtlich. Genaues wird im November 2012 festgelegt werden, wenn weitere Berechnungen über die Kassenlage der Rentenversicherung vorliegen.

Die deutliche Senkung des Beitrages sei vertretbar, weil die Reserven der Rentenkasse gut gefüllt seien, erklärte die Bundesarbeitsministerin. Es gäbe einen gesetzlichen Automatismus, der dafür sorge, dass der erwerbstätigen Generation ab dem 1. Januar 2013 mehr Geld verbleibe. Die Beitragszahler und Unternehmen würden um etwa 5,4 Milliarden Euro entlastet werden. Weiterlesen

Ferienjob ohne Sozialabgaben

Wer lediglich in den Sommerferien arbeitet und dafür Lohn bekommt, ist nicht verpflichtet, dafür Sozialabgaben zu zahlen. Das ist unabhängig davon, wie hoch der Verdienst ist. Denn wenn lediglich eine sog. kurzfristige Beschäftigung ausgeübt wird, müssen keine Abgaben für Krankenversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung abgeführt werden.

Was bedeutet kurzfristig? Kurzfristig heißt, dass insgesamt nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Jahr gearbeitet werden darf. Dass es nicht mehr wird, muss von vornherein feststehen. Weiterlesen