Armut und Hartz 4 immer noch auf dem Vormarsch

Armut in Deutschland steigt.
Besuch im Café – nichts für Arme.

Soziale Organisationen mahnen: Die Armut in Deutschland hat einen Höchststand erreicht.  Im Jahr 2015 haben rund 12,9 Millionen Menschen (15,7 Prozent der Bevölkerung) unterhalb der sogenannten Einkommensarmut gelebt.  Das ist ein neuer Höchststand seit der Wiedervereinigung. Zehn Jahre zuvor lag die Armutsquote  noch bei 14,7 Prozent. Das ist ein Zeichen dafür, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung nicht mehr in einem Sinken der Armut niederschlägt, so z.B. der Paritätische Wohlfahrtsverband. Weiterlesen

Hartz IV: vom Minijob zur Vollzeitstelle

In NRW arbeiten vier Jobcenter in einem bundesweiten Pilotprojekt daran, Hartz IV Empfänger mit 400 Euro Jobs in eine sozialversicherungspflichte Arbeit zu vermitteln.

Es sind die Jobcenter in Dortmund, Unna, Bielefeld und Duisburg. In diesen Jobcentern sind monatlich insgesamt ca. 150 Minijobs in Vollzeitstellen umgewandelt worden. Dieses Beispiel soll nach dem Willen der BA bundesweit Schule machen. Es gehe nicht darum, Minijobs schlecht zu machen, so der Vorstand der BA. Es dürfe sich dabei aber auch nicht um ein dauerhafte Erwerbsprinzip entwickeln, denn ein Minijob würde auch eine Minirente nachsichziehen. Weiterlesen

BA meldet weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit

Der Arbeitsmarkt in Deutschland profitiert vom anhaltenden Wirtschaftsaufschwung.  Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni um 67.000 auf 2.893.000 gesunken, also weit unter die drei Millionengrenze.  Das waren 255.000 Arbeitslose weniger als im Juni 2010. Das berichtet die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg.  Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozent auf 6,9 Prozent zurück. Im gleichen Monat 2010 lag sie bei 7,5 Prozent.

Die BA erklärte, die Nachfrage nach Arbeitskräften sei hoch. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten steige weiter.  In den zurückliegenden 12 Monaten nahm die Zahl um 680.000 auf 28,23 Millionen zu. Circa 60 Prozent des Zuwachses entviel auf Vollzeitjobs. Die Zahl der Erwerbstätigen lag zuletzt mit knapp 41 Millionen um 488.000 über dem Wert des Vorjahres. Weiterlesen

Studiengebühren in NRW

Die Studiengebühren sollen nach dem Willen der neuen Landesregierung in NRW spätestens zum Sommersemester 2011 gestrichen werden. Die Linke im Landtag ist sogar für ein noch früheres Aus. Das Landeskabinett hatte nun einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Abschaffung der Studiengebühren zum Wintersemester 2011/2012 vorsieht. Ein früheres Aus sei nicht möglich, weil zunächst die geplanten Kompensationszahlungen an die Hochschulen im Haushalt für das nächste Jahr abgesichert werden müssten. Die Hochschulen sollen als Ersatz für die Studiengebühren 249 Millionen Euro im Jahr vom Land erhalten. Weiterlesen

Stipendium für Begabte ergänzg BAföG in NRW

NRW beginnt im kommenden Wintersemester ein eigenes Stipendien-Programm für begabte Studenten. Damit ist NRW das erste Bundesland, dass ein derartiges Stipendienprogramm auflegt. Ab Oktober 2009 sollen 1200 Begabte mindesten 300 Euro montalich an Förderung erhalten. Nach Angaben von des nordrheinwestfälischen Wissenschaftsministers wird das Stipendium einkommensunabhängig gezahlt, so dass auch BAföG-Empfänger die volle Stipendien-Summe erzhalten. Das Stipendium wird zur Hälfte von privaten Spendern und Firmen finanziert, zur anderen Hälfte aus Landesmitteln. Das Land NRW trägt maximal 150 Euro im Monat. Es ist Aufgabe der Hochschulen die Sponsorengelder einzuwerben. Der Wissenschaftsminister nannte es einen Quantensprung im Wettbewerb um begabte Studenten. Ziel sei es, bereits im Jahr 2013 das Stipendium an fünf Prozent der Studenten zu vergeben. Wenn sich der Bund beteiligen würde, so würden es 10 Prozent sein. Weiterlesen