Pfändung von Zulagen für Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit und Nachtarbeit

Zulagen für Sonntagsarbeit, für Feiertagsarbeit und Nachtarbeit sind grundsätzlich unpfändbar.

Das Gehalt eines Arbeitnehmers kann grundsätzlich gepfändet werden, wenn ein Gläubiger gegen den Arbeitnehmer einen vollstreckbaren Titel erlangt hat. Der Gläubiger stellt dann dem Arbeitgeber den Titel  zu. Der Arbeitgeber wird damit zum sogenannten Drittschuldner und muss das Arbeitsentgelt (Lohn, Gehalt) direkt an den Gläubiger überweisen. Allerdings gibt es Grenzen, denn schließlich soll der Arbeitnehmer nicht zum Sozialfall werden und auf Sozialhilfe oder Hartz 4 angewiesen sein müssen. Diese Grenzen zieht in erster Linie § 850c ZPO. Dort wird die Höhe des festgelegt, ab der das Gehalt pfändbar ist. Weiterlesen

Wochenendarbeit weitet sich aus

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten auch am Wochenende, in der Nacht oder in wechselnden Schichten. Waren im Jahr 2001 ca. 20 Prozent der Beschäftigten an Wochenenden im Einsatz, so waren es im Jahr 2011 etwa 25 Prozent. 8,9 Millionen Arbeitnehmer arbeiteten 2011 ständig oder regelmäßig am Wochenende. 2001 waren es nur 6,7 Millionen.

Ähnlich ist die Entwicklung bei der Nachtarbeit oder Schichtarbeit. Das Arbeitsministerium führt diese Zunahme vor allem auf die Beschäftigungszunahme im Pflegebereich zurück. Dort müsse rund um die Uhr gearbeitet werden, genau wie im medizinischen oder Sozialbereich. Weiterlesen

Schwangerschaft dem Arbeitgeber möglichst früh mitteilen

Frauen sollten ihem Arbeitgeber eine Schwangerschaft so früh wie möglich mitteilen. Gesetzlich verpflichtet sind sie dazu allerdings nicht, denn das Mutterschutzgesetz legt den Frauen lediglich eine Soll-Vorschrift vor. Nur wenn der Arbeitgeber von dem besonderen Umstand Kenntnis hat, kann er die Rechte der Frau wahren. Das Mutterschutzgesetz, das auch für Auszubildende und 400-Euro-Kräfte gilt, regelt die Rechte und Pflichten der Schwangeren. Es regelt Umfang und Grenzen der Arbeit. Nacht- Sonn- und Feiertagsarbeit sind für Schwangere verboten, ebenfalls Überstunden. Allerdings nur, wenn der Chef etwas von der Schwangerschaft weiß. Es gibt natürlich Ausnahmen, etwa in der Landwirtschaft oder Gastronomie oder im künstlerischen Bereich. Auch Akkordarbeit ist für Schwangere unzülässig. Grundsätzlich dürfen Schwangere maximal 8,5 Stunden täglich oder 90 Stunden pro Doppelwoche arbeiten. Dabei kommt es nicht auf den Willen der Frau an. Auch wenn sie mehr arbeiten möchte, geht das nicht, da der Arbeitgeber an die Arbeitszeitbegrenzung gebunden ist. Andernfalls kann er sich sogar strafbar machen. Weiterlesen