Bafög 2013: doppelter Abiturjahrgang in NRW macht Sorge

Dem Ansturm des doppelten Abiturjahrganges an die Hochschulen im Jahr 2013 sehen die Studentenwerke mit Sorge. Sie fürchten, von den Bafög-Anträgen überschwemmt zu werden. Wenn das Land kein Geld für 40 neue Sachbearbeiterstellen bereit stelle, drohe ein Bafög-Chaos, erklärte der Vize-Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke.
Schon im März 2012 hatte das Land NRW nach Beschwerden über einen Bearbeitungsstau Geld für weitere Stellen bewilligt. Im Jahr 2011 haben fast 115.000 Studenten einen Bafög-Antrag gestellt. Im Jahr 2012 werden es voraussichtlich 127.000, im Jahr 2013 mehr als 134.000 Bafög-Anträge sein.
Das NRW-Wissenschaftsministerium erklärte, es werde an einer Lösung für den zu erwartenden Bafög-Ansturm gearbeitet. Es werde akzeptable Bearbeitungszeiten geben.
Die Studentenwerke erwarten auch Engpässe auf dem Wohnungsmarkt, vor allem in den Universitätsstädten Aachen, Düsseldorf, Köln, Münster und Siegen.
Die Studentenwerke bieten zur zurzeit fast 37.000 Studierenden eine Wohnung an. Im Jahr 2013 kommen 213 neue Wohnungen hinzu. Voraussichtlich werden 2000 Wohnungen fehlen.
Ein weiteres Problem sind die knappen Kassen der Hochschulen, die ihr Angebot an immer mehr Studenten verteilen müssen.

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BAföG-Boom und Uni-Boom in NRW

Die Zahl der Studenten in NRW nimmt zu. Immer mehr junge Menschen wollen nach dem Abitur studieren, und können dies auch dank dem BAföG. Besonders die Uni-Münster hat einen Boom an Studenten zu vermelden. Die Zahl der Studienanfänger im Wintersemester ist um 4700 auf 78.000 nach oben geschnellt. Das ist ein Anstieg um knapp 10 Prozent. Die FH Münster hingegen hat sinkende Erstsemesterzahlen zu verzeichnen. Jeder dritten Studienanfänger in NRW hat wendet sich einem Fach aus den Feld Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik zu. Im Vergleich zu 2008 ist das ein Anstieg von fast 8 Prozent.

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