Krank im Urlaub und andere Sonderfälle

Das Arbeitsrecht weiß die Antworten auf Sonderfälle, die mit dem Erholungsurlaub zusammenhängen.

Wie muss sich ein Arbeitnehmer verhalten, der im Urlaub krank wird?

Ein Arbeitnehmer, der im Urlaub krank wird, hat aufgrund der Erkrankung keine Möglichkeit sich zu erholen. Deshalb darf er die Krankheitstage später im Joch einmal als Urlaub nehmen. Wichtig ist jedoch, dass er sich schon am ersten Krankheitstag beim Arbeitgeber meldet, per Telefon oder Email. Zudem muss er sich im Urlaub krankschreiben lassen und später ein ärztliches Attest vorlegen, eine AU-Bescheinigung. Nicht erlaubt ist, den Urlaub einfach um die Zahl der Krankheitstage zu verlängern. Wenn der Arbeitnehmer wieder gesund ist, muss er am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub wieder zu seinem Arbeitsplatz zurückkehren.
Wenn ein Kind des Arbeitnehmers im Urlaub erkrankt, gelten die oben dargelegten Regeln zum Ausgleich nicht. Der Vater oder die Mutter, die das Kind gepflegt haben, haben keinen Anspruch auf freie Tage. Weiterlesen

Kurzarbeitergeld bis März 2010 gefördert

Die Förderung von Kurzarbeit wird bis Ende März 2012 verlängert. Das hat die Bundesregierung nun beschlossen, wie eine Sprecherin des Arbeitsministeriums erklärte. Somit werden Unternehmen in Kurzarbeit weiter von den Sozialabgaben ab dem siebten Monat befreit. Die Bundesagentur für Arbeit muss damit 800 Millionen Euro an Mehrkosten aufbringen. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Kurzarbeiterregelung bis Ende des Jahres 2010 auslaufen sollte.

Die Bundesarbeitsministerin wollte ursprünglich sogar eine Asweitung bis Juni 2012. Dann aber handelte sie mit dem Wirtschaftsminister von der FDP einen Kompromiss aus. Die Bestimmungen wurden ausgeweitet, um einen drastischen Arbeitsplatzabbau infolge der Wirtschaftskrise abzumildern. Weiterlesen

Arbeitslosigkeit: Prognose für 2010 nicht gut

Im Dezember 2009 stieg die Arbeitslosigkeit nur leicht an. Es waren 60.000 Menschen mehr und insgesamt 3,276 Millionen Menschen arbeitslos. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) nun mit.

2009 gab es durchschnittlich 3,4 Millionen Arbeitslose. Für den Herbst prognostiziert die BA mehr als vier Millionen Arbeitslose. Auch das Institut für Wirtschaftsforschung rechnet bis zum Jahr 2011 mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahl um eine Million.

Durchschnittlich gab es 2009 lediglich 155000 Arbeitslose mahr als 2008. Gerechnet worden war mit einem Anstieg von über 400.000. Die Wirtschaftskrise hat bisher nur moderat auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen.  Der jetzige Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 60.000 sei ausschließlich auf den Winter zurückzuführen, erklärte die BA. Ein Einfluss der Konjunktur habe es nicht gegeben. Kurzarbeit, Abbau von Überstunden und Arbeitszeitkonten hätten die Krise des Jobmarktes im Jahr 2009 bisher verhindert. Jeder Arbeitnehmer hat 2009 im Durchschnitt 50 Stunden weniger gearbeitet. Insgesamt wurden 1,5 Milliarden Stunden weniger gearbeitet.  2009 haben 1,06 Millionen Menschen in Kurzarbeit gestanden. Das habe zur Rettung von 330.000 Vollzeitstellen geführt. Weiterlesen

2009 weniger Jobs in Deutschland

Erstmals seit 2005 gab es im Jahr 2009 weniger Beschäftigte; die Beschäftigung ist erstmals seit vier Jahren wieder gesunken. Im Jahresdurchschnitt 2009 waren ca. 40,15 Millionen Menschen erwerbstätig. Danach gab es 72.000 weniger Arbeitsplätze. Der Rückgang beträgt 0,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008. Dort hatte die Erwerbslosenzahl mit 40,22 Millionen Menschen einen Höchststand seit der Wiedervereinigung erzielt.

Kurzarbeit, Überstundenabbau und as Absenken von Arbeitszeitguthaben hat verhindert, dass die Zahl der Erwerbstätigen noch stärker gesunken ist, und zwar massiv stärker. Sehr viele Beschäftigte haben 2009 deutlich weniger gearbeitet als im Jahr davor. Weiterlesen

Jobs 2010 in der Krise – über vier Millionen Arbeitslose?

Im Jahr 2010 werden immer mehr Menschen den Weg in die örtlichen Arbeitsagenturen der BA suchen müssen. Alle Wirtschaftsforscher gehen übereinstimmend davon aus, dass die Wirtschaftskrise im Jahr 2010 den Arbeitsmakt in Deutschland erreichen wird. Die BA befürchtet für einige Branchen einen radikalen Stellenabbau. Besonders die exportabhängigen Schlüsselindustrien, etwa der Maschinenbau und die Autobranche werden viele Arbeitsplätze streichen müssen. Das Problem, so die BA, liege in der Exportarbhängigkeit dieser Branchen.
Der Dienstleistungssektor ids deshalb nicht so stark betroffen.
Bundesregierung und DGB prognostizieren einen Anstieg der Arbeitslosenzahl von 3,2 Millionen (Stand November 2009)  auf 4,1 Millionen. Die Zahlen sind optimistisch, denn zu Beginn der Krise hatten Experten für 2010 über fünf Millionen Arbeitslose vorausgesagt.
Derzeit gibt es in den deutschen Unternehmen ca. 1,1 Millionen Kurzarbeiter. Diese bringen die Arbeitskosten der Unternehmen in die Höhe. Ein Stellenabbau ist des bereits vorgezeichnet. Weiterlesen

Das Jahr 2010 bringt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit

Die BA blickt zurück und blickt in die Zukunft, konkret: ins neue Jahr.  Nehmen wir das Beispiel NRW. Hier sind zur Zeit 800.000 Menschen ohne Job. Die Zahl der Arbeitslosen wird im Jahr 2010 – so die Prognosen der BA – um 80.000 steigen. Gründe sind noch immer in der Wirtschaftskrise zu suchen, unter der besonders die Automobilindustrie und Metallindustrie leiden. Es fehlt an den Exportmöglichkeiten.

Die Spitze der Arbeitslosigkeit in NRW wird für den Sommer 2010 erwartetDann wird aller voraussicht nach die die Millionengrenze überschritten werden. Es kommt aber darauf an, so Arbeitsmarktexperten, inweiweit die Unternehmen weiterhin die Kurzarbeit nutzen. Das hängt wiederum davon ab,  wie lange Geld dafür vorhanden ist. Kurzarbeit soll den Firmen dazu dienen, Fachkräfte zu halten, um nach der Krise der wachsenden Nachfrage wieder nachkommen zu können. Nach Berechnungen von Forschern werden in Deutschland im Jahr 2015 drei Millionen Arbeitskräfte in allen Bereichen fehlen. Weiterlesen

Arbeitslosigkeit auf dem Rückmarsch

Trotz der Rezession ist der Arbeitsmarkt momentan stabil. Die Erwerbslosenzahlen sind im Spätherbst sogar etwas zurück gegangen.  Im November 2009 verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 13.000 auf 3,21 Millionen. Die Arbeitslosengquote nahm um 0,1 Prozent ab und sank auf 7,6 Prozent. Ein effektiver Rückgang steckt jedoch nicht hinter diesen Zahlen.  Die Arbeitslosenzahl wurde lediglich um statistische Sondereffekte bereinigt. Die Zahl der Arbeitslosen ist im November tatsächlich um 4000 angestiegen. Hintergrund für den stabilien Arbeitsmarkt sind der hundertausendfache Einsatz von Kurzarbeit. Seit dem Frühjahr habe die Kurzarbeit, so die BA, die Bundesagentur für Arbeit, wie ein Schutzwall die Entlassung von 300.000 bis 400.000 Beschäftigten verhindert. Weiterlesen

Arbeitslosigkeit im Oktober 2009 rückläufig

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober 2009 in Deutschland um 118.000 auf 3,29 Millionen zurück gegangen. Und das trotz der Wirtschaftskrise. Zu verdanken ist dies in erster Linie der Kurzarbeit. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Prozent auf 7,7 Prozent zurück. Im Oktober 2008 lag sie bei 7,2 Prozent.
Trotz guter Zahlen geben die Arbeitsmarktexperten noch keine Entwarnung. Eine Trendwende sei noch nicht in Sicht. Die Wirkungen der Krise würden mit sehr viel Geld abgefedert werden. Die Krise sei auf dem Arbeitsmarkt weiter spürbar, auch wenn sich die Lage etwas beruhigt habe, erklärte der BA-Vorstandschef. Die echt Bewährungsprobe wird für 2010 erwartet. Dennoch wird nicht davon ausgegangen, dass die Vier Millionen Grenzen 2009 überschritten werde. Ein gutes Anzeichen sei in diesem Zusammenhang auch das beschleunigte Wirtschaftswachstum der USA. Seit Beginn der wirtschaftskrise veroren vor allem in der Industrie uund bei Zeitarbeitsfirmen 350.000 Menschen ihren Job. Der stehen neue Stellen im Sozial- und Gesundheitswesen gegenüber, auch im Bildungsbereich. Die meisten allerdings sind Teilzeitjobs. Weiterlesen

Hartz IV Zahlen und Arbeitslosigkeit ohne Veränderung

Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der Wirtschaftskrise stabil. Die Hartz IV Zahlen sowie die Arbeitslosenzahlen sind ohne große Veränderung geblieben. Es gab im September sogar einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bundesgebiet um 125.000. Die Arbeitslosenquote sank damit um 0,3 Prozant auf 8,0 Prozent. Damit ist die von vielen Politikern vorhergesagte Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt bisher ausgeblieben. So kommentiere der Bundesarbeitsminister. Die Gründe für den Rückgang sind in der üblichen Belebung nach dem Ferienende sowie im verstärkten Einsatz der Kurzarbeit zu suchen. Nimmt man die Arbeitsmarktpolitischen Werkzeuge beiseite, so würde sich ein Anstieg der Arbeitslosenzahl von 10.000 Menschen für September 2009 ergeben. Weiterlesen

Kündigung am Arbeitsmarkt nimmt zu

Der Arbeitsmarkt wird derzeit noch von der Kurzarbeit stabilisiert. Doch im Herbst wird es nach Prognosen der Bundesagentur für Arbeit zu Kündigungen kommen. Besonders kleinere Unternehmer werden ihre Mitarbeiter bei weiter ausbleibenden aufträgen nicht halten können. Bislang seien die Auswirkungen der Rezession vergleichsweise gering. Im August 2009 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu Juli  um 9000 auf 3,472 Millionen angestiegen. Damit sind 276.000 Menschen mehr arbeitslos als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote nahm im Monatsvergleich um 0,1 Punkte auf 8,3 Prozent zu. Im Jahr 2008 lag sie bei 7,6 Prozent. Weiterlesen