Kinderarmut in Deutschland sinkt: weniger Hartz-4-Kinder

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Kinderarmut in Deutschland zu hoch – Geld bei vielen Eltern Mangelware.

Wir knüpfen in diesem Artikel an den Kinderzuschlag an. Dabei handelt es sich um eine Sozialleistung des Staates, die verhindern soll, dass Familien mit geringen Einkommen Hartz 4 beantragen müssen. Das bedeutet, dass der Kinderzuschlag an diejenigen Familien gezahlt wird, die ohne diese Leistung einen Hartz 4 Antrag stellen müssten.

Wird also der Kinderzuschlag erhöht, kann das bedeuten, dass Familien mit kleinen Einkommen, die bereits Hartz 4  Leistungen erhalten, nicht mehr darauf angewiesen sind. Weiterlesen

Elterngeld wird auf Hartz 4 angerechnet

Elterngeld und Hartz 4
Aufgelöst: Elterngeld wird auf Hartz 4 angerechnet

Das Bundessozialgericht hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob und wie das Elterngeld bei Hartz-IV-Empfängern und Geringverdienern angerechnet werden darf.  Mit anderen Worten: garantiert die geltende gesetzliche Regelung ein menschenwürdiges Existenzminimum?

Nach der derzeitigen Rechtslage wird das Elterngeld komplett auf die Hartz-4-Leistung angerechnet. Damit wird das Elterngeld als Entgeltersatzleistung gewertet. Hintergrund: Eigenes Einkommen verwehrt den Anspruch auf Hartz-4-Geld. Das war nicht immer so. Zwischen den Jahren 2007 und 2011 wurde der Elterngeld-Sockelbetrag von 300 Euro nicht auf Hartz 4 angerechnet. Weiterlesen

Bundestag beschließt Erhöhung des Kindergeldes

Kinderzuschlag für Geringverdiener soll vor Hartz 4 schützen

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Das Kindergeld wird erhöht.

Immerhin vier Euro mehr Kindergeld gibt es ab sofort jeden Monat. Die Neuerung gilt rückwirkend für das gesamte Jahr 2015. Ab dem nächsten Jahr wird der Kindergeldzuschlag um weitere zwei Euro steigen. Auch der Kinderzuschlag für Geringverdiener wird ab dem ersten Juli 2016 erhöht. Er steigt um 20 auf 160 Euro. Die Motivation dafür liegt laut der Regierung darin, einkommensschwächere Familien davor zu schützen, ihr Einkommen mit ergänzenden Hartz 4-Leistungen aufstocken zu müssen.
Der Bundestag hat weiteren Entlastungen zugestimmt. So soll ab diesem Jahr der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende stark steigen, sofern der Bundesrat zustimmt. Alleinerziehende sollen in Zukunft 1908 statt der bisherigen 600 Euro erhalten. Weiterlesen

Steuerlicher Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld und Kinderzuschlag werden erhöht

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Kinderfreibetrag hat Auswirkungen auf Düsseldorfer Tabelle

Die Bundesregierung ist aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags von 1995 dazu verpflichtet, alle zwei Jahre einen Bericht über die Höhe des von der Einkommensteuer freizustellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern vorzulegen. Dieser Bericht wird Existenzminimumbericht genannt.
Aktuell hat die Bundesregierung den 10. Existenzminimumbericht vom 30. Januar 2015 vorgelegt. Danach besteht in den Veranlagungsjahren 2015 und 2016 sowohl beim Grundfreibetrag (derzeit 8354 Euro) als auch beim Kinderfreibetrag (derzeit 4368 Euro) ein Erhöhungsbedarf. Weiterlesen

Kindergeld 2012 ohne Einkommensgrenzen

Ab dem 1. Januar 2012 müssen Familien keine Einschränkungen beim Kindergeld hinnehmen, wenn ihre volljährigen Kinder Geld verdienen. Es müssen jetzt keine Erklärungen und Belege zum Einkommen der volljährigen Kinder bei den Familienkassen eingereicht werden.  Bisher galt eine Einkommensgrenze von 8004 Euro pro Kind und Jahr.
Jetzt muss erst nach Abschluss der ersten Berufsausbildung belegt werden, dass das Kind neben der Ausbildung nicht mehr als 20 Wochenstunden erwerbstätig ist.
Kindergeld gibt es auch Kindergeld für Eltern, deren Kindern den Bundesfreiwilligendienst oder den Internationalen Jugendfreiwilligendienst absolvieren (und zwar rückwirkend zum 1. Juli 2011).
Hintergrund: Es soll eine Grundversorgung für jedes Kind gewährleistet werden. Das Kindergeld ist eine steuerliche Ausgleichszahlung, keine Sozialleistung. Weiterlesen

Hartz IV Reform 2011:ja oder nein

Zunächst hieß es, die Verhandlungen über die Hartz IV Reform befänden sich auf der Zielgeraden. Spitzenverteter von Bund und Ländern kamen am Sonntag in Berlin zusammen, um über einen Kompromiss zu verhandeln. Die Sozialministerin hatte ein Entgegenkommen und Gesprächsbereitschaft signalisiert, und zwar beim Thema Mindestlohn und beim Bildungspaket. Unnachgiebig war sie jedoch beim Hartz IV Regelsatz.  Allerdings lagen die Positionen beim Arbeitslosengeld II noch sehr weit auseinander. Doch die Bundeskanzlerin wollte die Kontrahenten mit einem, wie es hieß, genialen Vorschlag zusammenbringen. Doch es kam anderes. Die Verhandlungen sind gescheitert. Eine Hartz IV Reform, eine Erhöhung der Regelsätze, ein Bildungspaket sind in weite ferne gerückt. Weiterlesen

Kinderzuschlag und Unterhaltsvorschuss wird verbessert

Alleinerziehende und Pflegende sollen künfigt besser  unterstützt werden. Wer neben seinem Beruf Angehörige pflegt, soll nach dem Willen der Bundesfamilienministerin die Möglichkeit bekommen, bei vorübergehendem Gehaltsverzicht weniger zu arbeiten. So könnte jemand, der einen Verwandten pflegt, nur 50 Prozent arbeiten, aber 70 Prozent seines Gehalts bekommen, damit er davon auch weiterhin leben kann. Wenn er dann wieder zu 100 Prozent arbeitet, erhält er 20 Prozent weniger Lohn bis das zusätzlich bezahlte Geld zurückgeflossen ist.  Der Staat hätte dadurch keine Kosten zu tragen. Zur Zeit tauscht sich die Familienministerin mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer über das Vorhaben aus.  Es gibt noch keine konkreten Gesetzesvorlagen. Weiterlesen

Berlin – Hauptstadt gefangen von Hartz IV

Berlin ist die  Hauptstadt Deutschlands, der Sitzs des Bundestags, also des deutschen Parlaments. In Berlin findet sich auch der Regierunssitz. Berlin ist also für die Welt das Tor zu Deutschland, die „gute Stube“ der Bundesrepublik.
Doch Berlin ist auch die Hauptstadt der Armut: 18,6 Prozent der Einwohner sind HartzIV -Bezieher. Geht man in den Süden der Bundesrepublik, nach Bayern, so beziehen dort lediglich 4,2 Prozent Arbeitslosengeld 2.

Berlin ist somit die Armenanstalt der Republik. Die Erhebung berücksichtigt Zahlen von Mai 2009. Sie wurde vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) durchgeführt, wie in der Presse berichtet. Weiterlesen

500 Euro Kindergrundsicherung soll bisherige Familienförderung ablösen

Jedes Kind soll bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres eine eigenständige Kindergrundsicherung erhalten, und zwar in Höhe von 500 Euro pro Monat. Das fordern Familienverbände und Familienexperten in einem Bündnis Kindergrundsicherung.  Diese eigenständige Grundsicherung für Kinder soll helfen, die Kinderarmut in Deutschland, die erschreckende Dimensionen angenommen hat, zu überwinden. Die bisherige Familienförderung soll somit komplett erneuert werden.  Anstelle von Kindergeld, Sozialgeld (das Hartz 4 für Kinder), Kinderzuschlag oder BAföG sollen alle Kinder einen einheitlichen Geldbetrag erhalten – und zwar unabhängig vom Einkommen der Eltern. Weiterlesen

Kinderzulage – Kinderzuschlag

Die Kinderzulage zur Eigenheimzulage wird in Zukunft wieder bis zum 27. Lebensjahr des Kindes gezahlt. Wer Anspruch auf die Eigenheimzulage hat, muss zur Wahrung des Anspruchs einen formlosen Antrag beim Finanzamt stellen. Die Kinderzulage beträgt 800 Euro im Jahr. Mit dem Jahressteuergesetz 2009 hat der Gesetzgeber die Absenkung der Altersgrenze auf das 25. Lebensjahr aufgehoben. Wenn das Kind Wehrdienst oder Zivildienst geleistet hat, verlängert such der Anspruch auf Kinderzulage sogar um diese Zeit über der 27. Lebensjahr hinaus.
Zum Thema Eigenheimzulage: Die Eigenheimzulage wird aktuell neu nicht mehr gewährt. Nur wenn der Kaufvertrag über ein Hausgrundstück bis zum 31.12.2005 beurkundet oder bis zu diesem Zeitpunkt ein Bauantrag gestellt wurde, wird die Eigenheimzulage noch voll ausgezahlt.
Die Kinderzulage nach dem Eigenheimzulagengesetz ist von der Kinderzulage nach dem Kindergeldgesetz zu unterscheiden. Diese wird Kinderzuschlag genannt. Danach erhalten den Kinderzuschlag Personen für in ihrem Haushalt lebende Kinder, die noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben, wenn
sie für diese Kinder nach dem Bundeskindergeldgesetz oder nach dem Einkommensteuergesetz Anspruch auf Kindergeld oder Anspruch auf andere Leistungen im Sinne von § 4 Bundeskindergeldgesetz haben,
ihr Einkommen oder Vermögen bestimmte Grenzen nicht überschreitet und
durch den Kinderzuschlag Hilfebedürftigkeit nach § 9 SGB II, also ein Hartz IV Bezug vermieden wird. Weiterlesen