Bundestag beschließt Erhöhung des Kindergeldes

Kinderzuschlag für Geringverdiener soll vor Hartz 4 schützen

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Das Kindergeld wird erhöht.

Immerhin vier Euro mehr Kindergeld gibt es ab sofort jeden Monat. Die Neuerung gilt rückwirkend für das gesamte Jahr 2015. Ab dem nächsten Jahr wird der Kindergeldzuschlag um weitere zwei Euro steigen. Auch der Kinderzuschlag für Geringverdiener wird ab dem ersten Juli 2016 erhöht. Er steigt um 20 auf 160 Euro. Die Motivation dafür liegt laut der Regierung darin, einkommensschwächere Familien davor zu schützen, ihr Einkommen mit ergänzenden Hartz 4-Leistungen aufstocken zu müssen.
Der Bundestag hat weiteren Entlastungen zugestimmt. So soll ab diesem Jahr der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende stark steigen, sofern der Bundesrat zustimmt. Alleinerziehende sollen in Zukunft 1908 statt der bisherigen 600 Euro erhalten. Weiterlesen

Steuerlicher Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld und Kinderzuschlag werden erhöht

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Kinderfreibetrag hat Auswirkungen auf Düsseldorfer Tabelle

Die Bundesregierung ist aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags von 1995 dazu verpflichtet, alle zwei Jahre einen Bericht über die Höhe des von der Einkommensteuer freizustellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern vorzulegen. Dieser Bericht wird Existenzminimumbericht genannt.
Aktuell hat die Bundesregierung den 10. Existenzminimumbericht vom 30. Januar 2015 vorgelegt. Danach besteht in den Veranlagungsjahren 2015 und 2016 sowohl beim Grundfreibetrag (derzeit 8354 Euro) als auch beim Kinderfreibetrag (derzeit 4368 Euro) ein Erhöhungsbedarf. Weiterlesen

Kindergeld 2012 ohne Einkommensgrenzen

Ab dem 1. Januar 2012 müssen Familien keine Einschränkungen beim Kindergeld hinnehmen, wenn ihre volljährigen Kinder Geld verdienen. Es müssen jetzt keine Erklärungen und Belege zum Einkommen der volljährigen Kinder bei den Familienkassen eingereicht werden.  Bisher galt eine Einkommensgrenze von 8004 Euro pro Kind und Jahr.
Jetzt muss erst nach Abschluss der ersten Berufsausbildung belegt werden, dass das Kind neben der Ausbildung nicht mehr als 20 Wochenstunden erwerbstätig ist.
Kindergeld gibt es auch Kindergeld für Eltern, deren Kindern den Bundesfreiwilligendienst oder den Internationalen Jugendfreiwilligendienst absolvieren (und zwar rückwirkend zum 1. Juli 2011).
Hintergrund: Es soll eine Grundversorgung für jedes Kind gewährleistet werden. Das Kindergeld ist eine steuerliche Ausgleichszahlung, keine Sozialleistung. Weiterlesen

Familienrichter: Düsseldorfer Tabelle ungerecht

Die Neuberechnung des Kindesunterhalts nach der Düsseldorfer Tabelle führt zu einigen Schieflagen im Unterhaltsrecht. Familienrichter haben ihre Skepsis gegenüber der neuen Düsseldorfer Tabelle vom 1. Januar geäußert.

Im Durchschnitt sind nach der neuen Unterhaltstabelle die Unterhaltssätze um ca. 13 Prozent  angestiegen.  Hintergrund war die Anhebung des Kinderfreibetrags und des Kindergelds. Denn wenn der steuerliche Kinderfreibetrag steigt, dann muss auch der Mindestunterhalt angehoben werden. Dieser liegt nun je nach Alter des Kindes zwischen 225 und 304 Euro nach Abzug des Kindergeldes. Abhängig von Alter kann der Kindesunterhalt aber auch bis zu 590 Euro für Kinder bis 17 Jahre betragen. Weiterlesen

Neue Düsseldorfer Tabelle 2010

Zum 1. Januar 2010 ist das  Wachstumsbeschleunigungsgesetz mit Auswirkungen auf die Düsseldorfer Tabelle 2010 und den Kindesunterhalt in Kraft getreten. Für Eltern mit Kindern bedeutet dies 184 Euro Kindergeld für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind und 215 Euro ab dem vierten Kind. Daneben ist der Kinderfreibetrag von 6024 auf 7008 Euro erhöht worden. Damit einher ging eine Anhebung des sogenannten sächlichen Existenzminimums auf 2.184 Euro. Letzteres ist wichtig für die Düsseldorfer Tabelle. Denn sie beruht zum Teil auf diesem sächlichen Existenzminimum. Die Düsseldorfer Tabelle ist zum 1.1.2010 neu gefasst worden.  Am 6. Januar 2010  wird sie vom Oberlandesgericht Düsseldorf vorgestellt. Weiterlesen

Unternehmer entlasten – Familien nicht: sozial?

Aus Kreisen der neuen Koalition aus CDU/CSU und FDP ist nun zu hören, dass die neue Bundesregierung lieber Unternehmen als Familien entlasten will. Eine Anhebung der Kinderfreibeträge auf 8004 Euro, also das Niveau von Erwachsenen und eine Erhöhung des Kindergeldes ist vom Tisch. Nun sollen mittlere Einkommen und Unternehmen entlastet werden.

Der FDP Finanzexperte Otto Solms schloss Steuersenkungen, die nur durch Aufnahme neuer Schulden finanziert werden könnten, aus. Lediglich das steuerfreie Existenzminimum für Kinder von aktuell 6024 Euro soll zum 1. Januar 2010 an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst werden.  Lieber will die künfige Regierung eine Absenkung der Steuertarife für Bezieher mittlerer Einkommen und Unternehmen in den Vordergrund rücken, so Presseberichte. Über eine Anhebung des Kindesgeldes sei auch noch  nicht gesprochen worden. Dies werde erst später entschieden. Weiterlesen

Familienpolitik und Familienrecht soll gerechter werden

Die SPD in NRW fordert grundlegende Korrekturen in der Familienpolitik und im Familienrecht.  So müsse dringend dafür gesorgt werden, dass jedes Kind dem Staat gleich viel wert sei, erklärte die Parteivorsitzende. Der Kinderfreibetrag bei der Steuer sorge dafür, dass die Entlastung bei Spitzenverdienern höher sei als bei Normal- oder Geringverdienern.  Das sei nicht gerecht. Die NRW SPD Vorsitzende fordert deshalb, die bisherige Regelung in einen Kindergrundfreibetrag umzuwandeln, so dass jedes Kind bei der Steuer gleich zähle. Auch das Ehegattensplitting müsse verändert werden. Der Staat förder Eltern ohne Kinder im Vergleich zu Familien mit Kindern zu sehr. Der Splittingvorteil müsse bei hohen Einkommen zudem gekappt werden.  Ein Vorwurf ging an die Bundesfamilienministerin, die Steuerentlastungen verspräche und all die aufgzeigten Problem nicht angehe. Weiterlesen

Düsseldorfer Tabelle 2009

Der Kindesunterhalt bei einer Trennung oder Scheidung der Ehepartner sowie bei nichtehelichen Kindern wird durch die sogenannte Düsseldorfer Tabelle vorgegeben. Sie ist nicht nur eine Richtlinie bei der Berechnung des Kindesunterhalts sondern eine Grundlage, die von den Oberlandesgerichten festgesetzt wird. Jetzt wurde sie vom Oberlandesgericht Düsseldorf in ihrer ab dem 1. Januar 2009 gültigen Fassung neu aufgelegt.

Nach der neuen Düsseldorfer Tabelle 2009 werden die Unterhaltssätze für die Kinder im Bereich des Kindesunterhalts nunmehr in Abhängigkeit zur Höhe des Kinderfreibetrages und nichtmehr wie in den vergangenen Jahren nach der Höhe des Einkommens der Eltern ermittelt. Weiterlesen