Grundsicherungsleistungen im Alter kontinuierlich angestiegen

Armut im Alter
Jetzt schon an die Rente denken?

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine Sozialhilfeleistung hauptsächlich für ältere Menschen. Sie wird ergänzend an diejenigen Rentner gezahlt, deren Rente allein für die Sicherstellung des Lebensunterhalts nicht ausreicht.

NRW: das bevölkerungsreichste Bundesland

267.000 Menschen haben im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten.

Von den Leistungsbeziehern waren ca.  146.000 Personen im Rentenalter und knapp 90.000 Leistungsbezieher waren  Frauen. Diese Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung (18/13561) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.  Die Fraktion hatte sich nach Zahlen zur Altersarmut in Nordrhein-Westfalen erkundigt. Weiterlesen

Kinderarmut – Altersarmut = Hartz 4

Schnell wachsende Altersarmut, verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit, so lauten die Schlagzeilen zum Thema Hartz 4. Vielen Betroffenen bleibt nichts anderes übrig als der Weg zur  Tafel, also zu gemeinnützigen Organisationen, von denen Sie billig oder umsonst Lebensmittel erhalten. Diese Menschen fühlen sich von der Politik nicht beachtet.

Tafel als Hilfe

armut-alter
Altersarmut wächst stetig.

Wir haben nachgefragt:

Martina ist arbeitslos und Hartz IV Empfängerin. Sie ist mit Tom, ihrem siebenjährigen Sohn, zur Dresdener Tafel gekommen.

Martina: „Ich bin seit 2013 bei der Tafel.“ Weiterlesen

Verbraucherinsolvenzen steigen

Ueberschuldung und Privatinsolvenz
Ältere in der Schuldenfalle

Immer mehr Menschen in Deutschland sind überschuldet. In der Summe stehen derzeit 235 Milliarden Euro aus. 10 Prozent der Verbraucher haben damit große finanzielle Probleme.  Das sind 6,9 Millionen Menschen. Vor allem Jüngere und die mittleren Altersgruppen sehen sich mit Überschuldung konfrontiert.

Altersarmut steigt

Aber auch Ältere geraden zunehmend in die Schuldenfalle. Bei den über 70-Jährigen ist der Zuwachs mit 16,4 Prozent oder 25.000 Menschen der stärkste in der Schuldenstatistik. Etwa 175.000 Senioren in Deutschland sind überschuldet. Das ist zwar nur eine Quote von 1,3 Prozent im Vergleich zu anderen Altersgruppen, doch die Zunahme der Altersarmut ist dramatisch. Grund ist ein sinkendes Rentenniveau bei gleichzeitig steigenden Mieten. Zudem sind viele Rentner damit konfrontiert, dass sie Steuern auf ihre Altersbezüge zahlen müssen. Höhere Scheidungsraten und veränderte Familiensituationen tragen ebenfalls einen Teil zu der zunehmenden Altersarmut bei. Besonders betroffen sind ehemalige Selbstständige oder langjährige Hausfrauen ohne eigene Altersabsicherung. Weitere Risikogruppen sind die früheren Gastarbeiter und die Arbeitsmarktverlierer der Wende. Weiterlesen

Grundsicherung im Alter steigt

Immer mehr Rentner in Deutschland sind auf Leistungen der staatlichen Grundsicherung im Alter angewiesen. Ende 2013 bezogen schon knapp 500.000 Menschen ab 65 Jahren diese Art der Sozialhilfe. Innerhalb von 8 Jahren ist das ein Anstieg von 45 %. Legt man diese Entwicklung zugrunde, ist zum Jahreswechsel 2014/2015 die Grenze von einer halben Million überschritten.

Voraussetzungen

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist im Sozialgesetzbuch 12 geregelt. Anspruch darauf haben alle, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen bestreiten können. Sie liegt einschließlich der Leistungen für Wohnung und Heizung derzeit im Durchschnitt bei 690 Euro monatlich. Neben dem Lebensunterhalt zählen auch Ausgaben für Miete und Heizung zählen zur Grundsicherung, sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Die Grundsicherung steht für das sozio-kulturelle Existenzminimum.
Der Lebensunterhalt wird durch unterschiedliche Regelbedarfsstufen sichergestellt. Er wird an die jeweilige Lebenssituation angepasst. Alleinstehende und Alleinerziehende erhalten ab dem 1. Januar 2015 399 Euro. Weiterlesen

Zuschussrente gegen Altersarmut

Die Bundesarbeitsministerin hat eine Zuschussrente vorgeschlagen, um die Altersarmut zu bekämpfen. Der Gedanke, der dahinter steckt ist, kurz gesagt, folgender: Rente ist ein Lohn für die Lebensleistung, was sich in der Höhe der Rente widerspiegeln muss.

Höhe der Zuschussrente

850 Euro im Monat, das sei die Summe, die eine Rente im Minimum erreichen müsse. Reiche der erworbene Rentenanspruch nicht an diese Grenze heran, so soll nun der Staat die Aufstockung als Zuschuss zahlen. Damit hätte der Rentner mehr in der Geldbörse, als lediglich die Grundsicherung im Alter, also die Sozialhilfeleistung. Die Grundsicherung beträgt 364 Euro plus Kosten für die Unterkunft und möglichen Mehrbedarf.  Damit läge die Zuschussrente durchschnittlich um 200 Euro über der Grundsicherung. Weiterlesen

Sockelrente gegen Altersarmut

Die katholische Kirche und ihre Verbände werben mit dem Schlagwort „Vier Säulen für ein Halleluja“ für eine neue, zukunftsfähige Rente. Die KAB,  die Katholische Arbeiterbewegung, die Kolpingfamilie, die Katholische Frauengemeinschft Deutschlands, KFD, die Katholische Landvolk Bewegung, KLB, der Familienbund der Katholiken und die CDA, die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft unterstützen dieses Modell.  Ihr Rentenmodell sehen die katholischen Verbände als Alternative, von dem alle Altersgruppen profitieren würden. Anders als die bisherige Rentenregelung setzte das neue Modell auf vier Säulen, die die soziale Sicherheit im Alter garantieren sollen. Der Unterbau, der Altersarmut verhindern soll, ist die Sockelrente. Säule zwei ist die Arbeitnehmer-Pflichtversicherung. Säule drei ist die betriebliche und Säule vier die private Altersvorsorge. Weiterlesen

Rentner nähern sich der Hartz IV Grenze

Immer mehr Rentner nähern sich der Grenze, die für die Zahlung von Hartz IV ausschlaggebend ist. Zwar haben Rentner keinen Anspruch auf Hartz IV sondern auf die sog. Grundsicherung im Alter. Doch in der Höhe sind diese beiden Leistungen identisch.
Hintergrund: Die Bezüge der Rentner sinken immer weiter; die Inflation hat im vergangenen Jahr die Bezüge der 20 Millionen Rentner in Deutschland erneut geschmälert. Die Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung sanken im Jahr 2008 nach Abzug der Inflationsrate, also der Preissteigerungsrate, um 1,8 Prozent. 2008 war somit das fünfte Jahr in Folge mit einem realen Minus für die Rentner. Zwar brachte das Jahr 2007 eine Rentenerhöhung um 0,6 Prozent und das Jahr 2008 um 1,1 Prozent. Diese Erhöhungen der Rente haben die Inflation aber nicht ausgleichen können.
Fazit: Die Gefahr der Altersarmut in Deutschland wächst. Weiterlesen

Altersarmut

Die Altersarmut in Deutschland steigt rapide an. Mehr als drei Millionen Rentner in Deutschland sind von Armut direkt betroffen oder bedroht. Der Sozialverband VdK prognostiziert, dass bis zum Jahr 2023 jeder zehnte Rentner auf Grundsicherungsleistungen im Alter, also auf Sozialhilfe, angewiesen sein wird, wenn nicht zusätzliche Hilfen angeboten werden würden.
Der VdK in NRW forderte die Politik auf, die Renten armutsfest zu machen. Häufig unterbrochene Erwerbsverläufe, Zeiten von Arbeitslosigkeit und Bezugszeiten von ALG 2, also Arbeitslosengeld 2, umgangssprachlich als Hartz IV bekannt, führten dazu, dass künftige Renten oftmals kleiner ausfallen würden, als bei heut 60 oder 65 Jahre alten Menschen.
Der NRW Arbeitsminister will die Bekämpfung der Altersarmut in das Wahlprogramm der CDU aufnehmen und in der nächsten Legislaturperiode Maßnahmen ergreifen. Menschen, die ihr Leben lang Vollzeit gearbeitet haben, müssten im Alter eine Rente oberhalb der Armutsgrenze erhalten.
Nach Angaben des Arbeitsministers hat sich die Zahl der Menschen über 65 Jahre, die Leistungen der Grundsicherung im Alter erhalten, in den letzten fünf Jahren von 73.000 auf 110.000 erhöht. Der Präsident des VdK erklärte, dass in den letzten fünf Jahren die Realeinkommen der Rentner um mehr als acht Prozent gesunken seien. Weiterlesen

Altersarmut

Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung sieht die Altersarmut nicht als aktuelles, sondern als Zukunftsproblem. Heute seien vor allem Familien mit mehreren Kindern, Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose diejenigen Bevölkerungsgruppen, die in besonderem Maß von Armut betroffen seien, nicht so sehr alte Menschen. Die Altersarmut sei aber sei ein in Zukunft drohendes Problem, die durch Invalidität, Versicherungslücken, Langzeitarbeitslosigkeit (Hartz IV Bezug) sowie Niedriglohnbeschäftigung verstärkt zu einem Risiko werde. Weiterlesen