Thema Hartz 4: Kinderarmut in Deutschland

kinderarmut und hartz 4
Zahl der Kinder im Hartz 4 Bezug steigt.

Knapp 2 Millionen Kinder in Deutschland leben von Hartz 4. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die auf der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsmarkt in Zahlen, Kinder im SGB II) basiert und jetzt veröffentlicht wurde. 14,7 Prozent aller Kinder sind danach auf die staatliche Grundsicherung angewiesen.

Und: die Kinderarmut hat die Tendenz zu wachen.

Hartz 4 Sätze für Kinder nicht angemessen

Ein weiteres Ergebnis der Studie:  Die Berechnung der Hartz-IV-Sätze für Kinder ist nicht angemessen.  Der Grund liege darin, dass sich die Berechnungsgrundlagen am unteren Einkommensrand der Gesellschaft orientieren und die Bedarfe von jungen Menschen nicht ausdrücklich fokussieren. Weiterlesen

Hartz-IV-Reform trifft Trennungskinder

Alleinerziehende durch Hartz IV Reform benachteiligt
Umgangsmehrbedarf für Trennungskinder gefordert

Die Bundesregierung will die Hartz 4 Regelungen vereinfachen. Bürokratie soll abgebaut und die Jobcenter sollen in ihrer täglichen Arbeit entlastet werden.

Die Neuregelungen hätten, so wie sie geplant sind, jedoch auch Nachteile für Alleinerziehende. Ihnen soll Geld gestrichen werden, wenn ihre Kinder tageweise beim anderen Elternteil sind. Das dürfte in nicht wenigen Fällen Konflikte um Geld und Umgangsrecht verstärken.

Alleinerziehenden, die Hartz IV beziehen, soll für jeden Tag, den das Kind beim anderen Elternteil verbringt, das Sozialgeld für die Kinder gestrichen werden. Das sind neun Euro für 6- bis 14-Jährige und 10,20 Euro für 14- bis 18-Jährige. Dieser Betrag stünde dann dem anderen Elternteil zu. Weiterlesen

Hartz 4 Alleinerziehungszuschlag kann trotz erneuter Heirat geleistet werden

Zuschlag gleicht den Mehrbedarf alleinerziehender Eltern aus

alleinerziehend hartz 4
Alleinerziehende erhalten einen Zuschlag im Hartz 4 Bezug.

Wer als Alleinerziehender Elternteil Hartz 4 bezieht, hat Anspruch auf einen Alleinerziehendenzuschlag. Mit diesem Zuschlag wird der Mehrbedarf gedeckt, die ein Elternteil hat, sobald er nicht oder nicht mehr mit dem Vater oder der Mutter der Kinder in Partnerschaft lebt und somit allein für die Pflege, die Erziehung und die Versorgung eines oder mehrerer Kinder zuständig ist. Die Beantragung des Zuschlags nach § 21 Abs. 3 SGB II richtet sich nach der Anzahl und dem Alter der Kinder, die es zu versorgen gilt. Der Zuschlag wird zusätzlich zum Hartz 4 Regelbedarf ausgezahlt. Eine geringfügige Hilfe von Verwandten, Freunden oder Babysittern darf beim Bezug des Alleinerziehendenzuschlags dennoch erfolgen. Weiterlesen

Elterngeld plus Teilzeit

Eltergeld plus Teilzeit – so kann man zusammenfassend die Änderungen im Elterngeldgesetz charakterisieren.

Elterngeld auf neuen Füßen
Elterngeld auf neuen Füßen

Anfang November 2014 hat der Bundestag die Einführung des sogenannten Elterngeld Plus beschlossen. Es vereinfacht die Möglichkeit für Eltern künftig Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit miteinander zu kombinieren. Auch die Elternzeit wird flexibler ausgestaltet
Kernpunkt der Neuregelung des Elterngeldes ist künftige Möglichkeit, während der Elternzeit weiter in Teilzeit zu arbeiten und dafür mit der doppelten Bezugsdauer von Elterngeld unterstützt zu werden. Weiterlesen

Hartz 4: Hoher Anteil von Alleinerziehenden verringerbar?

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Alleinerziehende müssen überdurchschnittlich oft Hartz 4 Leistungen beziehen. Ihnen steht ein Mehrbedarf zu.

Die Fraktion „Die Linke“ wollte in einer kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen, welche Gründe nach ihrer Auffassung für die vergleichsweise hohe Hartz-4-Bedürftigkeit von Alleinerziehenden verantwortlich seien?

Anteil der Alleinerziehenden bei Hartz 4 überproportional

Die Bundesregierung erklärte in ihrer Antwort (Quelle: Bt-Ds 18/1628), dass der vergleichsweise hohe Anteil Alleinerziehender, die Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II haben, daher rühre, dass es für Alleinerziehende eine besondere Herausforderung darstelle, die Kinderbetreuung mit den beruflichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Beides, Kinderbetreuung und Berufstätigkeit bräuchten Zeit. Aus diesem Grunde könnten Alleinerziehende im Vergleich zu Kinderlosen seltener einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Des Weiteren liege ein Grund im Fehlen eines zweiten Familieneinkommens. Mit nur einem Erwerbseinkommen sei es schwieriger, den finanziellen Bedarf einer Familie zu decken. Dies gelte umso mehr, je mehr Kinder in einer Familie lebten. Weiterlesen

Hartz 4: Wirtschaft hilft den Langzeitarbeitslosen

Glaubt man der Bundesagentur für Arbeit, so haben arbeitslose Hartz 4 Empfänger wegen der guten Wirtschaftslage gegenwärtig so gute Chancen wie noch nie auf einen Job.

Hartz-IV-Bezieher gute Chancen auf einen Job

Der Vorstand der BA erklärte, es gäbe derzeit deutschlandweit gut eine halbe Million Menschen, von denen die BA sage, dass sie mittelfristig eine gute bis sehr gute Chance am Arbeitsmarkt haben.
Derzeit beziehen nach dem aktuellen Bericht der BA von Februar 2012 rund zwei Millionen der insgesamt drei Millionen Arbeitslosen in Deutschland Hartz IV. Künftig solle es noch stärker darum gehen, Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln, sagte der Vorstandsvorsitzende er Arbeitsagentur. Die Wirtschaft suche händeringend nach Fachkräften. Solange es diese Nachfrage gäbe,  werde die Bundesagentur für Arbeit ihre ganze Energie auf die Vermittlung in Arbeit und nicht auf einen Ersatzarbeitsmarkt ausrichten. Weiterlesen

Arbeitslosengeld II Bezieher mit Migrationshintergrund

Alleinerziehende, Jugendliche und ältere Arbeitslose haben es besonders schwer, aus dem Hartz IV Kreislauf herauszukommen. Das Bundesarbeitsministerium will deshalb eine spezielle Förderung dieser Gruppen.
Eine weitere schwer in den Arbeitsmarkt zu integrierende Gruppe sind Ausländer bzw. Menschen mit Migrationshintergrund. Das IAQ, das Institut für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen hat herausgefunden, dass 28 Prozend derjenigen, die Arbeitslosengeld II beziehen, Migranten sind. Sie sind  zweimal so oft von Hartz IV Leistungen abhängig, wie deutsche Bürger. Das gilt auch für ihre Nachkommen. Weiterlesen

Kinderbetreuung für alleinerziehende Frauen wird verbessert

Jede fünfte Familie in Deutschland ist alleinerziehend. Immer mehr Kinder wachsen bei nur einem Elternteil auf. Die Tendenz steigt. Blickt man 13 Jahre zurück, so war nur jede siebte Familie alleinerziehend. Diese Zahlen nannte nun das statistische Bundesamt auf der Grundlage des Mikrozensus 2009.  Ein-Eltern-Familien geibt es zudem mehr in Großstätten als in ländlichen Regionen. Außerdem ist ihr Anteil in Ostdeutschland deutlich höher als im Bundesdurchschnitt.

Überwiegend sind es Frauen, die die Kinder allein erziehen. In neun von zehn Fällen betreuteten im Jahr 2009 die Mütter ihre Kinder. Zwei von fünf alleinerziehenden Frauen sind in Vollzeit berufstätig. 58 Prozent der alleinerziehenden Mütter können sich aus eigener Arbeit finanzieren. Dabei hatte eine Drittel der Alleinerziehenden weniger als 1100 Euro im Monat zur Verfügung. zwei Drittel hatten 1100 bis 2600 Euro an Einkommen. Weiterlesen

Sparpläne beim Eltergeld

Die Bundesregierung muss sparen – und will sparen, nämlich 80 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014. Doch wo wird gespart? Nicht jedenfalls bei dem Teil der Bevölkerung, deren Einkommen besonders hoch ist.

Das Elterngeld ist von den Sparmaßnahmen betroffen. So gibt es in Zukunft nicht mehr 67 Prozent Elterngeld von der Bemessungsgrundlage, dem durchschnittlichen Nettoeinkommen des letzten Jahres, sondern lediglich noch 65 Prozent.
Besonders schlimm betroffen sind die Hartz IV Bezieher. Sie bekommen nämlich überhaupt kein Elterngeld mehr. Weiterlesen

Kinderzuschlag und Unterhaltsvorschuss wird verbessert

Alleinerziehende und Pflegende sollen künfigt besser  unterstützt werden. Wer neben seinem Beruf Angehörige pflegt, soll nach dem Willen der Bundesfamilienministerin die Möglichkeit bekommen, bei vorübergehendem Gehaltsverzicht weniger zu arbeiten. So könnte jemand, der einen Verwandten pflegt, nur 50 Prozent arbeiten, aber 70 Prozent seines Gehalts bekommen, damit er davon auch weiterhin leben kann. Wenn er dann wieder zu 100 Prozent arbeitet, erhält er 20 Prozent weniger Lohn bis das zusätzlich bezahlte Geld zurückgeflossen ist.  Der Staat hätte dadurch keine Kosten zu tragen. Zur Zeit tauscht sich die Familienministerin mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer über das Vorhaben aus.  Es gibt noch keine konkreten Gesetzesvorlagen. Weiterlesen