Hartz 4: Regelsatz für Kinder offensichtlich zu niedrig

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Arm: kein Urlaub für Hartz 4 Kinder

Nach neuesten Untersuchungen wird der Bedarf von Kindern im Rahmen der staatlichen Sozialleistungen wie Hartz 4 oder Grundsicherung nicht ausreichend berücksichtigt. Arme Familien könnten die Bedürfnisse ihrer Kinder oft nicht erfüllen.

Derzeit leben etwa 2,6 Millionen Kinder in Familien, die Leistungen nach dem SGB II (Hartz 4) beziehen. Beispielsweise fahren gut 75 Prozent von ihnen jährlich weniger als eine Woche in den Urlaub. Zum Vergleich: von Kinder aus Familien, die finanziell abgesichert sind, machen gut 20 Prozent keinen Urlaub. Weiterlesen

Höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitnehmer ab Juli 2015

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Pfändungsfreigrenzen ändern sich 2015

Ab 1. Juli 2015 erhöhen sich die Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen.
Sinn und Zweck des Pfändungsschutzes ist es, dass ein Schuldner auch bei einer Pfändung seines Arbeitseinkommens über ein Existenzminimum verfügt und den gesetzlichen Unterhaltspflichten nachkommen kann.

Eine Anpassung der Höhe der Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen erfolgt immer alle 2 Jahre zum 1. Juli entsprechend der Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrages für das sächliche Existenzminimum. Die letzte Anhebung der Pfändungsfreigrenzen rfolgte zum 1. Juli 2013t. Der steuerliche Grundfreibetrag wurde seit dem letzten Stichtag um 2,76 % erhöht. Daraus errechnet sich eine Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen im gleichen Verhältnis.
Ab dem 1. Juli 2015 beträgt der monatlich unpfändbare Grundbetrag des Arbeitseinkommens 1.073,88 Euro. Bisher waren es 1.045,04 Euro) Dieser Betrag wird aufgestockt, wenn gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind, um monatlich 404,16 Euro (bisher: 393,30 Euro) für die erste und um monatlich jeweils weitere 225,17 Euro (bisher: 219,12 Euro) für die zweite bis fünfte Person. Weiterlesen

Steuerlicher Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld und Kinderzuschlag werden erhöht

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Kinderfreibetrag hat Auswirkungen auf Düsseldorfer Tabelle

Die Bundesregierung ist aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags von 1995 dazu verpflichtet, alle zwei Jahre einen Bericht über die Höhe des von der Einkommensteuer freizustellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern vorzulegen. Dieser Bericht wird Existenzminimumbericht genannt.
Aktuell hat die Bundesregierung den 10. Existenzminimumbericht vom 30. Januar 2015 vorgelegt. Danach besteht in den Veranlagungsjahren 2015 und 2016 sowohl beim Grundfreibetrag (derzeit 8354 Euro) als auch beim Kinderfreibetrag (derzeit 4368 Euro) ein Erhöhungsbedarf. Weiterlesen

Düsseldorfer Tabelle 2015

Die Düsseldorfer Tabelle wird vom Oberlandesgericht Düsseldorf in Abstimmung mit den anderen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag herausgegeben. Sie regelt bundesweit die Unterhaltsansprüche der Kinder bei Trennung und Scheidung in Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern. Die Düsseldorfer Tabelle ist zwar kein Gesetz, sie wird aber von den Familiengerichten bundesweit als Richtlinie in Fragen des Kindesunterhalts herangezogen. Das letzte Mal wurden die Sätze der Düsseldorfer Tabelle im Jahr 2012, dem Jahr des 50-jährigen Bestehens der Tabelle angehoben. Weiterlesen