Studium und Steuern

steuern und studieren
Steuern im Studium bei Bafög und Co?

Man könnte folgendes denken: Studenten verdienen nichts und zahlen deshalb auch keine Steuern. Aber das ist nicht korrekt. Zwischen Studium und Steuer gibt es viele Berührungspunkte.

Unterhaltszahlungen

Müssen Unterhaltszahlungen versteuert werden?
Wovon leben Studenten? Von den Unterhaltszahlungen der Eltern lautet die Antwort für viele. Deshalb ist es gut zu wissen, dass Unterhaltszahlungen an ein unterhaltsberechtigtes Kind nicht versteuert werden müssen.

Können Unterhaltszahlungen von der Steuer abgesetzt werden?

Da die Unterhaltszahlungen von den Kindern nicht versteuert werden müssen, können Eltern die Unterhaltsleistungen auch nicht von der Steuer absetzen. Das gilt auch für Studiengebühren, denn diese gehören zum zivilrechtlichen Ausbildungsunterhalt. Auch ein Entgelt für ein Studium an einer privaten Hochschule kann nicht als Sonderausgabe oder als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Weiterlesen

Kein regelmäßig steigendes Bafög

Die Bundesbildungsministerin will keine regelmäßig steigende und damit sich automatisch an die Lebenshaltungskosten anpassende Bafög-Sätze. Eine formalisierte, automatische Anhebung des Bafögs werde der Lebenssituation von Studierenden nicht gerecht.

Das Deutsche Studentenwerk hatte gefordert, Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz an die Preis- und Einkommensentwicklung im Zeitraum von zwei Jahren zu koppeln.

Das Bafög war zuletzt im Jahr 2010 angehoben worden und anschließend „eingefroren“ worden. Die nächste Bafög-Erhöhung ist für das Wintersemester 2016 geplant. Weiterlesen

Bafög-Erhöhung 2016

Ab 2015 übernimmt der Bund den bisherigen Anteil der Länder an den Bafög-Kosten in voller Höhe. Bislang mussten die Länder 35 Prozent der Bafög-Kosten tragen. Dieser Betrag wird nun dauerhaft aus der Bundeskasse gezahlt. Die Einsparungen der Länder betragen dadurch ca. 1,2 Milliarden Euro jährlich. Bis 2017, dem Ablauf der gegenwärtigen Legislaturperiode sind das ca. 3,5 Milliarden Euro an Einsparungen für die Bundesländer. Das entspricht ungefähr dem Betrag, den der Bund seit 2010 durch die Verschiebung der Bafög-Erhöhung auf Ende 2016 eingespart hat bzw. eingespart haben wird. Weiterlesen

Erhöhungen beim Bafög erst 2016

Bund und Länder haben sich über eine Reform des Bafög geeinigt. Ab 2015 wird der Bund die kompletten Kosten für das Bafög übernehmen. Bisher teilte er sich die Last mit den Ländern im Verhältnis 65 (Bund) zu 35. Das bedeutet einen Mehraufwand von 1,17 Milliarden Euro pro Jahr. Die Länder wollen die Einsparungen in Bildung und Wissenschaft im Bereich Schule und Hochschule investieren. Gesetzlich dazu verpflichtet sind sie aber nicht. Die Opposition kritisierte, der Glaube, dass sich die Länder an diese freiwillige Vereinbarung halten würden, sei blauäugig. Damit sich der Bund in Zukunft direkt an der Finanzierung von Hochschulen beteiligen kann, soll das Grundgesetz geändert werden. Gegenwärtig besteht ein Kooperationsverbot, das den Bund daran hindert, Bildungsprojekte der Länder zu fördern. Weiterlesen

Gewerkschaft fordert Geld für Bafög – Reform

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat jüngst den Bund aufgefordert, im kommenden Haushaltsjahr  2015 Finanzmittel für eine grundlegende Reform des BAföG vorzusehen.
Die Gewerkschaft vertritt die Ansicht, dass der Bund in der Bildungspolitik nacharbeiten müsse. Es sei ein deutliches Zeichen für eine wirkliche Erhöhung und strukturelle Reform des BAföG notwendig.  Hierzu seien zusätzliche Haushaltsmittel erforderlich.  Die Gewerkschaft schlug vor, für diese Maßnahme Gelder des Betreuungsgeldes zu nutzen, die nicht abgerufen werden. Die Gewerkschaft sieht in dem Betreuungsgeld eine Fehlakzentuierung. Nur sehr wenige Eltern würden es beanspruchen.
Im  Koalitionsvertrag seien Bildung und Forschung als zentrale Investitionsziele festgelegt worden. Diese Ziele sollten ohne zögern konkretisiert werde. Auch eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und bessere Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs müssten auf oben auf der Agenda der Bundesregierung stehen. Gleichfalls der Einstieg des Bundes in die Grundfinanzierung der Hochschulen oder die Umsetzung der versprochenen Ausbildungsgarantie.
Der Koalitionsvertrag hält fest, dass bis zum Jahr 2017 zusätzlich sechs Milliarden Euro an Bundesmittel für Bildung und Forschung ausgegeben werden – die  Länder sollen diesbezüglich entlastet werden. Offen ist aber bisher, wie die Mittel verteilt werden. Weiterlesen

Bafög-Erhöhung im Jahr 2014

Im laufenden Jahr 2014 soll das Bafög verbessert werden. Die Bundesregierung nimmt dazu Gespräche mit den Ländern auf. Dies lässt sich aus dem 20. Bafög-Bericht der Bundesregierung entnehmen. Allerdings werden zum Umfang einer Bafög-Erhöhung sowie zur Art der angestrebten Verbesserungen keine Angaben in dem Bafög-Bericht gemacht.

Das letzte Mal wurde die Ausbildungsförderung im Jahr 2010 angehoben – um 5 Prozent.

Das Deutsche Studentenwerk fördert eine Bafög-Erhöhung um 10 Prozent. Die Elternfreibeträge sollten um 7,5 Prozent angehoben werden. Diese Erhöhung sei mit Blick auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten notwendig. Weiterlesen

Darlehensbedingungen beim Studienkredit

In Deutschland finanzieren nur 4 Prozent aller Studenten ihr Studium mit einem Studienkredit.  Wer sich als Studenten für ein solches Darlehen entscheidet, kann aus ca. 40 Anbietern auswählen.  Man sollte deshalb nicht gleich das erste Angebot annehmen, sondern vergleichen und prüfen.

Staatliche Anbieter oder private Bank?

Oft taucht die Frage auf, ob staatliche Anbieter eines Studienkredits besser sind als private Banken. 94 Prozent der Kreditnehmer entscheiden sich für ein staatliches Angebot. Beliebt sind die Studienkredite der KfW-Bank oder des Bundesverwaltungsamtes.  Dennoch kann man nicht pauschal sagen, dass die staatlichen Kredite die besseren sind.  Es kommt auf die Zukunftsplanung und die persönlichen Bedürfnisse an.  Wozu wird der Kredit gebraucht? Die Antwort hierauf ist entscheidend für die Wahl des Kreditgebers.  Ist er nur für einige Monate zur Überbrückung erforderlich? Will man ein Auslandssemester finanzieren? Weiterlesen

Bafög reformieren

Das BAföG, das Bundesausbildungsförderungsgesetz, soll reformiert werden. Die Ausbildungsförderung für Studenten und Schüler, so wie sie derzeit im Gesetz festgeschrieben ist, sei, so die Bundesbildungsministerin, teilweise nicht mit der Lebenswirklichkeit übereinstimmend.

So soll etwa ein Teilzeit-Studium gefördert werden und es soll flexiblere Altersgrenzen geben.  Es gebe in der heutigen Zeit viele Menschen, die neben dem Beruf studierten oder erst nach Abschluss einer Ausbildung den Weg zur Hochschule gehen. Weiterlesen

Wartesemester überbrücken

Oft klappt es nicht sofort mit dem Studienstart an der Uni. Viele Bewerber erhalten mit den Bescheiden für den Studienplatz eine Absage. Allein in den medizinischen Fächern Human- und Zahnmedizin wurden zum Sommersemester 2013 ca. 37.400 Ablehnungsbescheide verschickt.  Pro Studienplatz gab es 7 Bewerber! Im kommenden Wintersemester wird die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage noch größer sein.

Wer also einen zulassungsbeschränkten Studiengang anstrebt, muss damit rechnen, dass es mit dem Studienplatz im Wunschfach zunächst nicht funktioniert.  Das gilt insbesondere für diejenigen, deren Abiturnote nur mittelmäßig ist.
Wer Glück hat, kommt im Nachrückverfahren zum Zug. Alle anderen müssen sich auf Wartesemester einstellen. Entscheidend dabei ist, wann das Abitur abgelegt wurde. Ab diesem Zeitpunkt läuft die Anrechnung von zwei Semestern pro Jahr. Weiterlesen

Bafög 2013: doppelter Abiturjahrgang in NRW macht Sorge

Dem Ansturm des doppelten Abiturjahrganges an die Hochschulen im Jahr 2013 sehen die Studentenwerke mit Sorge. Sie fürchten, von den Bafög-Anträgen überschwemmt zu werden. Wenn das Land kein Geld für 40 neue Sachbearbeiterstellen bereit stelle, drohe ein Bafög-Chaos, erklärte der Vize-Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke.
Schon im März 2012 hatte das Land NRW nach Beschwerden über einen Bearbeitungsstau Geld für weitere Stellen bewilligt. Im Jahr 2011 haben fast 115.000 Studenten einen Bafög-Antrag gestellt. Im Jahr 2012 werden es voraussichtlich 127.000, im Jahr 2013 mehr als 134.000 Bafög-Anträge sein.
Das NRW-Wissenschaftsministerium erklärte, es werde an einer Lösung für den zu erwartenden Bafög-Ansturm gearbeitet. Es werde akzeptable Bearbeitungszeiten geben.
Die Studentenwerke erwarten auch Engpässe auf dem Wohnungsmarkt, vor allem in den Universitätsstädten Aachen, Düsseldorf, Köln, Münster und Siegen.
Die Studentenwerke bieten zur zurzeit fast 37.000 Studierenden eine Wohnung an. Im Jahr 2013 kommen 213 neue Wohnungen hinzu. Voraussichtlich werden 2000 Wohnungen fehlen.
Ein weiteres Problem sind die knappen Kassen der Hochschulen, die ihr Angebot an immer mehr Studenten verteilen müssen. Weiterlesen