450 Euro Job im Privathaushalt

450-Euro-Job
Auch im Hauhalt wird auf 450-Euro-Basis gearbeitet.

Es hat viele Vorteile, Minijobber in Privathaushalten bei der Minijob-Zentrale anzumelden. Minnijobber ist, wer einen 450-Euro-Job ausübt. Schwarzarbeit lohnt sich nicht und ist verboten.

Minijobber in Privathaushalten versorgen den Haushalt, pflegen den Garten, betreuen Kinder oder Senioren sowie Haustiere.  Sie unterstützen dadurch viele Berufstätige und Familien.

300.000 Personen in Privathaushalten sind offizielle bei der Minijob-Zentrale angemeldet. Sie haben dadurch einen Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch der Arbeitgeber ist so abgesichert. Denn was passiert, wenn eine Haushaltshilfe bei ihrer Arbeit ausrutscht und unglücklich stürzt? Wenn die Haftungsverhältnisse unklar sind, kann sich ein Rechtsstreit mit finanziell unsicherem Ausgang anschließen.  Ist die Haushaltshilfe angemeldet, ist sogar ihr Arbeitsweg versichert. Weiterlesen

Resturlaub nicht verfallen lassen

Resturlaub muss grundsätzlich bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden.

Wann verfällt der Resturlaub?

Unter Resturlaub versteht man die Urlaubstage, die am Ende des Jahres noch nicht genommen wurden.  Was mit dem Resturlaub geschieht, steht im Bundesurlaubsgesetz.

Urlaub muss grundsätzlich im selben Jahr genommen werden

Der dem Beschäftigten pro Jahr zustehende Urlaub, also die Urlaubstage, auf die er einen Anspruch hat, muss grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen bzw. gewährt werden. So sieht es das Bundesurlaubsgesetzt vor. Das kann man auch leicht nachvollziehen. Schließlich dient der Urlaub der Erholung und diese sollte zeitnah und in regelmäßigen Abständen erfolgen. Weiterlesen

Pfändung von Zulagen für Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit und Nachtarbeit

Zulagen für Sonntagsarbeit, für Feiertagsarbeit und Nachtarbeit sind grundsätzlich unpfändbar.

Das Gehalt eines Arbeitnehmers kann grundsätzlich gepfändet werden, wenn ein Gläubiger gegen den Arbeitnehmer einen vollstreckbaren Titel erlangt hat. Der Gläubiger stellt dann dem Arbeitgeber den Titel  zu. Der Arbeitgeber wird damit zum sogenannten Drittschuldner und muss das Arbeitsentgelt (Lohn, Gehalt) direkt an den Gläubiger überweisen. Allerdings gibt es Grenzen, denn schließlich soll der Arbeitnehmer nicht zum Sozialfall werden und auf Sozialhilfe oder Hartz 4 angewiesen sein müssen. Diese Grenzen zieht in erster Linie § 850c ZPO. Dort wird die Höhe des festgelegt, ab der das Gehalt pfändbar ist. Weiterlesen

Krankmeldung und Krankschreibung für Arbeitnehmer

Bei einer Erkrankung muss der Arbeitnehmer gewisse Regeln einhalten.

Das kommt häufig vor: ein Arbeitnehmer wird krank. Er meldet das dem Arbeitgeber und ergreift die notwendigen Maßnahmen, um bald wieder gesund und am Arbeitsplatz zu sein.

Doch was ist gesetzlich hinsichtlich der Krankmeldung vorgeschrieben? Was muss man als Arbeitnehmer beachten?

Wann krankmelden?

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, seinem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und die voraussichtliche Dauer „unverzüglich“ mitteilen. Unverzüglich heißt dabei so früh wie möglich, um dem Arbeitgeber eine Planungsmöglichkeit zu geben. Spätestens vor dem üblichen Dienstantritt muss dem Arbeitgeber die Mitteilung zugehen, dass eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Weiterlesen

Private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz

Private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz kann für das Arbeitsverhältnis tödlich sein.

Viele Arbeitnehmer haben am Arbeitsplatz einen Internetzugang und surfen auch privat. Darf der Arbeitgeber deshalb seine Beschäftigten überwachen, um ein mögliches Fehlverhalten nachzuweisen?

Internet in der Firma

Zur Frage der privaten Nutzung von Computern mit Internetzugang liegt jetzt ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts vor (Urteil vom 27.07.2017, Az. 2 AZR 681/16).

Im entschiedenen Fall ging es um die außerordentliche Kündigung eines Arbeitnehmers, der seinen Computer (also den der Firma) während der regulären Arbeitszeit in erheblichem Umfang privat genutzt hatte. Weiterlesen

Weihnachtsgeld – wann besteht ein Anspruch?

Wann besteht ein Anspruch auf Weihnachtsgeld?

Das Weihnachtsgeld wird mit dem Novembergehalt ausgezahlt. Andere Begriffe für Weihnachtsgeld sind Weihnachtsprämie, Weihnachtsgratifikation, Jahresabschlussvergütung oder Erfolgsbonus.

Einen Anspruch auf Weihnachtsgeld haben nicht alle Arbeitnehmer, denn ein solcher ist nicht im Gesetz verankert.

Woraus ergibt sich dann ein Anspruch auf die Weihnachtsgratifikation?

Der Anspruch auf Weihnachtsgeld kann sich aus einem Tarifvertrag ergeben. Etwa zwei Drittel aller Beschäftigten, für die ein Tarifvertrag gilt, haben einen Anspruch auf die Jahresabschlussvergütung. Weiterlesen

Minijob als Zweitjob

Tendenz Zweitjob

Minijob als Ergänzung zum Hauptberuf

Viele Berufstätige haben mehr als einen Job. Weil sie es müssen. Der Verdienst in dem ersten Arbeitsverhältnis reicht nicht aus, um den eigenen Lebensunteralt und den der Familie zu decken.

Ende letzten Jahres gab es laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit 3,2 Millionen Menschen mit Mehrfachbeschäftigung. Damit hat sich die Zahl in den letzten 14 Jahren mehr als verdoppelt. Die meisten kombinieren einen Minijob (450-Euro-Job) mit einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung.

450-Euro-Job als zweites Einkommen

Ein 450-Euro-Job hat den Vorteil, dass er sich als Zweitjob neben der Hauptbeschäftigung steuer- und sozialversicherungsfrei ausüben lässt. Auf Antrag werden Minijobber auch von der Rentenversicherungspflicht befreit. Weiterlesen

Arbeitsrecht: Arbeitgeber darf private Emails nicht mitlesen

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Datenschutz am Arbeitsplatz

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrecht, kurz EuGH, hat entschieden (Beschwerde-Nr. 61496/08), dass immer dann, wenn Arbeitgeber Kommunikation ihrer Mitarbeiter überwachen wollen, sie sich an strenge Regeln halten müssen.

Regel 1: Der Arbeitgeber muss über die Möglichkeit und das Ausmaß von Kontrollen vorab informieren.

Regel 2: Es muss ein legitimer Grund für die Kontrollmaßnahmen gegeben sein.

Regel 3: Es muss mildere Kontrollmaßnahmen auf gleiche Zweckeignung geprüft haben.

Regel 4: Es muss weniger einschneidende Konsequenzen als eine Kündigung  geprüft haben. Weiterlesen

Versetzung nur unter engen Voraussetzungen möglich

Versetzung – was ist erlaubt?

Versetzung des Arbeitnehmers
Ein liebgewonnener Arbeitsplatz muss bei einer Versetzung aufgegeben werden.

Die Arbeitswelt wandelt sich stetig.  Arbeitgebern und Arbeitnehmern müssen auf Änderungen flexibel reagieren. ein hohes Maß an Flexibilität ab. Das ist klar. Unternehmen reagieren auf wirtschaftliche Veränderungen nicht selten damit, dass sie Arbeitnehmer versetzen. Diese sollen an einem anderen Ort arbeiten oder andere Aufgaben wahrnehmen.

Ein Arbeitgeber darf seinen Arbeitnehmer allerdings nur unter  bestimmten Voraussetzungen an einen anderen Arbeitsort versetzen.  Es kommt in erster Linie auf die Regeln im Arbeitsvertrag an. Erlaubt der Arbeitsvertrag, dass der Arbeitnehmer überall eingesetzt wird, so muss der Arbeitnehmer die Versetzung in aller Regel hinnehmen. Ist allerdings ein fester Arbeitsort im Arbeitsvertrag angegeben, so muss der Arbeitgeber sie begründen. Weiterlesen

Neues Gesetz zu mehr Lohngerechtigkeit 2017

Das Bundeskabinett hat ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit verabschiedet. Jetzt kann es den Weg durch Bundestag und Bundesrat nehmen.

Auskunftspflicht

Gesetz zur LohngleichheitWichtigster Punkt des Gesetzes ist die Auskunftspflicht der Unternehmen. Nunmehr soll es nicht mehr möglich sein, dass schon deshalb immer noch geringere Löhne an Frauen gezahlt werden, weil es niemand weiß.  Künftig sollen Frauen auf Wunsch erfahren können, was ihre männlichen Kollegen für gleiche oder gleichwertige Arbeit an Lohn erhalten. Allerdings gibt es kein Recht auf Einblick in die einzelne Gehaltsabrechnung.  Zum Vergleich wird eine Gruppe von mindestens sechs Mitarbeitern herangezogen. Weiterlesen