Der Schritt, einen Antrag auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) zu stellen, ist nicht einfach. Es besteht bei vielen Betroffenen eine psychologische Hemmschwelle. Doch die staatlichen ALG II Leistungen sind notwendig, um das Leben weiter zu finanzieren.

Formloser Antrag reicht

Das es Hartz 4 Leistungen nicht rückwirkend gibt, sondern nur ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ist es wichtig, den Arbeitslosengeld II Antrag rechtzeitig zu stellen. Zur Wahrung der Frist reicht ein formloser Antrag, etwa ein Schreiben mit dem Inhalt: „Hiermit beantrage ich Arbeitslosengeld II.“ Adressat dieses Schreibens ist das örtliche Jobcenter. Dass dieser Antrag dem Jobcenter zugeht, liegt im eigenen Verantwortungsbereich. Im Zweifel muss man den Zugang beim Jobcenter beweisen. Ein Einschreiben hilft hier.

Antrag auf Formblättern

Nach dem formlosen Antrag ist in jedem Fall das Ausfüllen von Antragsformularen notwendig. Gerade bei Familien sind es nicht wenige Formulare, die ausgefüllt werden müssen.

Diese Formulare erhält man direkt beim Jobcenter. Man kann Sie aber auch aus dem Internet herunterladen, etwa auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit oder hier: https://www.sozialhilfe24.de/hartz-4-alg-2/antrag/

Das Jobcenter fordert die Antragsteller zu einem persönlichen Gespräch. Auf so ein Beratungsgespräch besteht auch ein Anspruch. Im Termin kann man den Antrag abgeben. Man kann ihn selbstverständlich auch per Post schicken.

Nachweise zum Hartz IV Antrag

Das Jobcenter verlangt Nachweise zu den Angaben im Hartz IV Antrag, etwa zu den Vermögenswerten. So muss man in der Regel eine Bankbescheinigung vorlegen. Auch hinsichtlich der der möglichen Einkommen ist ein Nachweis erforderlich, ebenso hinsichtlich der Wohnung. Hier muss man den Mietvertrag und ggf. eine Vermieterbescheinigung vorlegen.

Bescheid

Liegt der förmliche Antrag mit allen Nachweisen vor, sind die Voraussetzungen für Leistungen gegeben, so erlässt das Jobcenter einen Bewilligungsbescheid. In diesem sind die Höhe der Leistungen und die Zahlungsempfänger ausgewiesen. Zahlungsempfänger aller Leistungen ist nicht immer der Antragsteller. So werden etwa die Krankenkassenbeiträge vom Jobcenter direkt an die Krankenkasse überwiesen. Auf Antrag überweist das Jobcenter auch die Miete direkt an den Vermieter.