Arbeitslose werden immer häufiger von Sanktionen der Arbeitsagenturen getroffen. Im Jahr 2008 wurde in 741.115 Fällen der Bezug des Arbeitslosengeld I zumindestens zeitweise gesperrt. Das waren 16 Prozent mehr Sperrzeiten als im Jahr 2007 und damit der höchste Stand überhaupt. Das teilte nun die BA, die Bundesagentur für Arbeit mit.

Das Anziehen der Sanktionsschraube ist eine Reaktion auf einen Prüfbericht des Bundesrechnungshofs, wonach die gesetzlichen Vorgaben nicht konsequent genug angewand worden seien. Bereits  im Jahr 2007 war die Zahl der verhängten Sperrzeiten als Konsequenz auf diesen Bericht um ca. 21 Prozent gestiegen. Die Sanktion wird verhängt, wenn sich Arbeitnehmer nicht sofort nach Bekanntwerden der Kündigung bei der Arbeitsagentur melden. Das Arbeitslosengeld oder sonstige Leistungen werden dann für eiine Woche gesperrt.

Bei Hartz IV Empfängern gibt es ebenfalls Sanktionen, die sich allerdings zunächst in einer Minderung der Hartz IV Leistung um 30 Prozent ausdrücken. Diese Sanktionen können bis auf 100 Prozent ausgeweitet werden. Sie haben andere Voraussetzungen als die Sperrzeit beim Arbeitslosengeld I.