Jede fünfte Familie in Deutschland ist alleinerziehend. Immer mehr Kinder wachsen bei nur einem Elternteil auf. Die Tendenz steigt. Blickt man 13 Jahre zurück, so war nur jede siebte Familie alleinerziehend. Diese Zahlen nannte nun das statistische Bundesamt auf der Grundlage des Mikrozensus 2009.  Ein-Eltern-Familien geibt es zudem mehr in Großstätten als in ländlichen Regionen. Außerdem ist ihr Anteil in Ostdeutschland deutlich höher als im Bundesdurchschnitt.

Überwiegend sind es Frauen, die die Kinder allein erziehen. In neun von zehn Fällen betreuteten im Jahr 2009 die Mütter ihre Kinder. Zwei von fünf alleinerziehenden Frauen sind in Vollzeit berufstätig. 58 Prozent der alleinerziehenden Mütter können sich aus eigener Arbeit finanzieren. Dabei hatte eine Drittel der Alleinerziehenden weniger als 1100 Euro im Monat zur Verfügung. zwei Drittel hatten 1100 bis 2600 Euro an Einkommen.

Wenn sich die Kinder noch im Krippenalter befinden, also unter 3 Jahre alt sind, , so ist jeder vierte alleinerziehende Mutter berufstätig. Bei Kindern zwischen 15 und 17 Jahren waren es drei Viertel.

Zwei Drittel der Alleinerziehenden in den alten Bundesländern sind geschieden. oder leben in Trennung. In den neuen Bundesländern sind 54 Prozent ledig. Hintergrund:  dort kommen Kinder häufier unehelich zur Welt und die Mütter sind meist jünger.

Viele Ein-Eltern-Familien sind auf Hartz IV Leistungen angewiesen und ihr Armutsrisiko ist hoch. Im März 2010 bezogen 636.000 Alleinerziehende mit einer Million Kindern Arbeitslosengeld II.

Familienministerin Schröder sagte, die meisten Alleinerziehenden wollten arbeiten und seien gut motiviert. Die Kinderbetreuung soll deshalb verbessert werden.