Wer von Arbeitslosigkeit betroffen ist und Arbeitslosengeld I erhält, ist weiter in der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung pflichtversichert. Die Beiträge werden dann zusätzlich zum ALG I von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.

Tritt eine Erkrankung während des Bezugs von Arbeitslosengeld ein, so wird dasselbe lediglich für höchstens sechs Wochen in voller Höhe von der Arbeitsagentur gezahlt. Dier Arbeitslose ist verpflichtet, die eine Arbeitsunfähigkeit hervorrufende Erkrankung unverzüglich zu melden und ein ärztliches Attest hierüber vorzulegen. Aus dem Attest muss die Arbeitsunfähigkeit und die voraussichtliche Dauer hervorgehen. Spätestens am dritten Tag muss diese ärztliche Bescheinigung der Arbeitsagentur vorliegen. Selbstverständlich ist man auch verpflichtet dem Arbeitsamt auch mitzuteilen, wenn die Arbeitsfähigkeit wieder besteht.

Nach dem Ablauf der sechs Wochen wird die Zahlung des Arbeitslosengeldes eingestellt und man kann einen Antrag auf Krankengeld bei der Krankenkasse stellen. Darauf wird man von deer Arbeitsagentur auch hingewiesen. Man muss der Krankenkasse alle sechs Wochen eine neue ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit einreichen.

Ist man nach dem Krankengeldbezug wieder gesund, so muss man sofort erneut einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen.  Sofort bedeutet spätestens am Tag nach der Gesundschreibung.

Kein Anspruch auf das Krankengeld während der Arbeitslosigkeit ist gegeben, wenn man bereits vor der Arbeitslosigeit arbeitsunfähig war oder wenn man sich in einer Sperrzeit befindet.

Weiterführender Hinweis: Krankengeld wird für dieselbe Krankheit bis zu 78 Wochen lang von der Krankenkasse gezahlt. Die Höhe bemißt sich nach dem zuletzt bezogenen Arbeitseinkommen.