Der hessische Ministerpräsident hält sie für angebracht und notwendig: die Arbeitspflicht für Hartz IV Empfänger. Sein Kollege aus NRW hingegen distanziert sich von dieser „Hartz IV Debatte“. Sie sei nicht hilfreich. Viele Hartz IV beziehende Menschen ständen nicht freiwillig im Arbeitslosengeld II Bezug. Sie könnten nicht anders, etwa, wenn sie alleinerziehend seien. Für diese Gruppen seien Zwangsmaßnahmen keine Lösung. Für Arbeitsverweigerer könnten die Hartz IV Sätze bereits nach der geltenden Rechtslage um bis zu 30 Prozent abgesenkt werden. Allerdings würden diese Vorschriften zu selten angewandt, erklärte auch der NRW Ministerpräsident.

Als Anreiz für Arbeit seien höhere Grenzen für den Zuverdienst zum Arbeitslosengeld II notwendig. Aktuell dürfen ALG 2 Empfänger bei einem Zuverdienst von 100 bis 800 Euro lediglich 20 Prozent behalten.