Die FDP plant, künftige Erhöhungen des Kindergeldes nur noch in Form von Gutscheinen an die Eltern auszuzahlen. Der zusätzliche Geldbetrag solle in Form von Bildungsgutscheinen an die Eltern gelangen. Die Gutscheine könnten in Kindergärten, Kitas, Musikschulen, Sportvereinen oder bei sonstigen Bildungsträgern eingelöst werden. Die frühkindliche Bildung soll gesteigert werden. Hintergrund ist offensichtlich die Befürchtung, das Geld würde oftmals den Kindern nicht unmittelbar zugute kommen, wenn es einfach den Eltern auf ihr Konto überwiesen wird.

Aktuell: Zum 1. Januar 2010 ist das Kindergeld um 20 Euro je Kind angehoben worden. Es beträgt nun für das erste und zweite Kind 184 Euro, 190 Euro für das dritte und 215 für das vierte und jedes weitere Kind.  Bis zum Jahr 2013 soll das Kindergeld noch einmal erhöht werden, so sieht es der Koalitionsvertrag vor. Diese Erhöhung hat die FDP im Visier. Der Zusatzbetrag soll in Form eines Gutscheins ausgezahlt werden. Die FDP stützt dies auch auf den Elternwillen. Zwei Drittel von befragten Eltern plädierten für bessere Bildungschancen für Kinder im Vorschulalter und würden dies einer Erhöhung des Kindergeldes vorziehen.

Ähnlich wie beim Kindergeld sieht es die FDP auch beim Betreuungsgeld, das ab 2010 gezahlt werden soll. Nach Vorstellung der Partei soll es zumindest teilweise als Gutschein ausgezahlt werden. Das Betreuungsgeld soll Eltern finanziell unterstützen, die ihre Kinder zu Hause erziehen und nicht in Kitas oder Frühkindergärten schicken. Die CDU  hingegen, besonders die CSU plädiert für ein Betreuungsgeld in bar. Nur in Ausnahmefällen soll es Gutscheine geben.

Die Frage die sichh angesichts der Gutschein-Variante stellt: Wie weit darf die Politik die Eltern in ihrer Kindererziehung bevormunden?