Berlin ist die  Hauptstadt Deutschlands, der Sitzs des Bundestags, also des deutschen Parlaments. In Berlin findet sich auch der Regierunssitz. Berlin ist also für die Welt das Tor zu Deutschland, die „gute Stube“ der Bundesrepublik.
Doch Berlin ist auch die Hauptstadt der Armut: 18,6 Prozent der Einwohner sind HartzIV -Bezieher. Geht man in den Süden der Bundesrepublik, nach Bayern, so beziehen dort lediglich 4,2 Prozent Arbeitslosengeld 2.

Berlin ist somit die Armenanstalt der Republik. Die Erhebung berücksichtigt Zahlen von Mai 2009. Sie wurde vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) durchgeführt, wie in der Presse berichtet.

Vergleicht man danach allerdings mit dem Jahr 2008, so sieht man, dass die Zahl der Hartz IV – Empfänger in Deutschland gefallen ist. Im Mai 2009 bezogen knapp 5 Millionen, genau 4,929 Millionen, Deutsche das Arbeitslosengeld 2 Vor einem Jahr waren es noch 170.800 oder 3,3 Prozent mehr.

Große Unterschiede in der Armut, also im Angewiesenheit auf Hartz IV, exestieren ebenfalls in den Kreisen. Hier sind zwischen 21,2 Prozent der Bevölkerung (im Kreis Uecker-Randow) und 1,2 Prozent (im Kreis Eichstätt) auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen.
Trotz der (schwach) sinkenden Hartz IV Zahlen waren in 79 der insgesamt 413 Kreise im Mai 2009 mehr Erwerbsfähige auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen als im Vergleichsmonat Mai 2008.

Vergleicht man die Untersuchungsergebnisse in den 13 Flächenstaaten Deutschlands, so fällt auf, dass in den kreisfreien Städten wesentlich mehr Mensschen, im Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerungszahl,  auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen sind als in den Landkreisen. Es besteht also ein Stadt-Land-Unterschied der Armut. Dieser ist jedoch in den 5 ostdeutschen Flächenstaaten wesentlich geringer als in den acht westdeutschen Flächenstaaten.

Nimmt man nicht den Mai 2008 als Vergleichsmonat, sondern den September 2008 (dies war der letzte Monat vor Inkrafttreten der Reform des Kinderzuschlag), so ist ein Anstieg der Hartz IV Zahl um 9200 Personen oder 0,2 Prozent festzustellen. Hintergrund: Seit 2005 bekommen Familien mit geringem Einkommen einen Kinderzuschlag. Dadurch wird ein Hartz IV Bezug vermieden. Der Anspruch auf Kinderzuschlag besteht für Eltern, wenn ihr Einkommen nur für ihren Lebensunterhalt ausreicht, nicht jedoch für den Unterhalt ihrer Kinder.