Ein Grund für das hohe Klageaufkommen an den Sozialgerichten im Bereich Hartz IV ist die nicht eindeutige Gesetzeslage im Bereich der Wohnung und des Umzugs. Das zeigt aktuell der Fall einer jungen Mutter, die eine billigere Wohnung gefunden hat, aber keine Genehmigung des Jobcenters zum Umzug erhalten hat. Es muss sich um eine angemessene Wohnung handeln. Und grade das definiert der Gesetzgeber nicht.

Und das ist schon ein zentraler Punkt, gegen den Hartz IV Gegner immer wie wettern: bevor man umzieht, muss man sich als Hartz IV Empfänger die Genehmigung der ARGE einholen. Unterlässt man dies, so kann die ARGE unter Umständen die Übernahme der Wohnungskosten verweigern. Besonders betroffen ist die Gruppe der Unter-25-jährigen, U25 ganannt. Sie dürfen die elterliche Wohnung nur verlassen, wenn gravierende persönliche oder soziale Gründe gegeben sind. Damit ist mit „verlassen“ gemeint, dass die Hartz IV Behörde nur in solchen Fällen zur Übernahme der Kosten einer eigenen Wohnung gesetzlich verpflichtet ist.