Der Arbeitsmarkt wird derzeit noch von der Kurzarbeit stabilisiert. Doch im Herbst wird es nach Prognosen der Bundesagentur für Arbeit zu Kündigungen kommen. Besonders kleinere Unternehmer werden ihre Mitarbeiter bei weiter ausbleibenden aufträgen nicht halten können. Bislang seien die Auswirkungen der Rezession vergleichsweise gering. Im August 2009 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu Juli  um 9000 auf 3,472 Millionen angestiegen. Damit sind 276.000 Menschen mehr arbeitslos als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote nahm im Monatsvergleich um 0,1 Punkte auf 8,3 Prozent zu. Im Jahr 2008 lag sie bei 7,6 Prozent.

Doch es seien Anzeichen für Hoffnung erkennbar, so die BA. Der massive Einsatz der Kurzarbeit hat die drohende Krise am Arbeitsmarkt spürbar abgemildert. Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosen zum ersten Mal seit 1997 in einem August an. Doch ist die Zunahme deutlich niedriger als von Experten prognostiziert. Im Herbst 2009 wird sich die Wirtschaftskrise jedoch verstärkt durch Kündigungen auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen.  Das Ausmaß der Kündigung werde aber unter den Erwartungen vom Jahresbeginn bleiben, so die Bundesagentur für Arbeit.

Die Marke von 4 Millionen Arbeitslosen werde voraussichtlich erst im Jahr 2010 durchbrochen werden. Die 5 Millionen Marke werde aber nicht erreicht werden.

Besonders die immer noch in großem Umfang genutzte Kurzarbeit stabilisiere den Arbeitsmarkt und verhindere Kündigungen im großen Stil. Seit Beginn der Wirtschaftskrise im Oktober 2008 bis Ende August 2009 haben 125.000 Betriebe für 3,3 bis 3,4 Millionen Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet.  Nach der Anmeldung arbeiteten 1,43 Millionen Menschen in ca. 50.000 Betrieben weniger als sonst. Die damit weggefallene Arbeitszeit entspricht ungefähr 500.000 Vollzeitstellen. Z.Z. sind zudem viele Kurzarbeiter in Urlaub.