Viele größere Schulkinder bessern sich ihr Taschengeld in den Ferien durch einen Ferienjob auf. Bei Kindern, deren Eltern Hartz IV Leistungen beziehen, ist dies nicht ohne weiteres Möglich. Das Einkommen, das sie durch den Ferienjob erzielen, wird auf das Arbeitslosengeld 2 angerechnet, jendenfalls zum Teil.
Im Einzelnen sieht das bei Hartz IV Kindern wie folgt aus: Haben Kinder einen Ferienjob und werden dafür entlohnt, muss dies der Arge, dem Jobcenter angegeben werden, wenn die Eltern ALG 2 bekommen, und zwar auch dann, wenn das Ferien-Entgelt steuerfrei ist. Das gilt allerdings nur, wenn sie Kinder mit den Eltern eine Bedarfsgemeinschaft bilden, also im gleichen Haushalt leben.
Der Gesetzgeber betrachtet die Bedarfsgemeinschaft als Einstandsgemeinschaft. Ihr Einkommen wird zusammengerechnet, und jedes Einkommen. Ähnliches gilt auch für ein Ausbildungsgeld oder eine Praktikumsvergütung.
Es gibt allerdings Freibeträge, die auch bei Arbeitseinkommen aus Ferienjobs gelten. Nicht angerechnet werden die ersten 100 Euro aus der Tätigkeit. Von dem Einkommen, was zwischen 100 und 800 Euro liegt, wird 20 Prozent nicht angerechnet, vom Einkommen über 800 Euro ist 10 Prozent anrechnungsfrei. Ab der Obergrenze von 1200 Euro wird alles Einkommen angerechnt.
Beispielsrechnung: Ein Schüler verdient 500 Euro mit seinem Ferienjob. Dann sind180 Euro anrechnungsfrei. Die Differenz von 320 Euro wird vom Arbeitslosengeld 2 abgezogen, das die Eltern erhalten. Sie erhalten somit für den maßgebenden Zeitraum diesen Betrag weniger vom Jobcenter bzw. der Kommune.