Wegen der stark rückläufigen Wirtschaft hat sich die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt nur schwach ausgewirkt. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juni auf 3,41 Millionen, Das ist ein Rückgang von 48.000. Diese Zahlen wurden nun im Juli 2009 von der Bundesagentur für Arbeit, der BA, vorgelegt. Vergleicht man mit dem Vorjahr 2008, so nahm die Zahl der Arbeitssuchenden um 250.000 zu. Der Chef der BA wird wie folgt zitiert: „Die erwartete Frühjahrsbelebung wird von der starken Rezession überlagert.“ Im Mai 2009 wurde die Arbeitslosenstatistik geändert; ohne diese Änderung hätte der Rückgang der Arbeitslosigkeit lediglich 29.000 betragen. Etwa 130.000 betrug der Rückgang hingegen im Durchschnitt der vergangenen 3 Jahre. Die BA stimmt mit dem Bundesarbeitsminister darin überein, dass die Kurzarbeit stabilisierend auf den Arbeitsmarkt wirkt. 1,3 bis 1,4 Millionen Menschen befinden sich derzeit in Kurzarbeit. Allerdings hätte viele Betriebe Kurzarbeit für sechs bis acht Monate am Anfang des Jahres angemeldet. Folglich sei, so der BA Chef, mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf zu rechnen.
Vor diesem Hintergrund wird klar, dass auch die Zahlen der Hartz IV Bezieher, die z.T. in den obigen Zahlen enthalten sind, nicht rückläufig sind. Der Bezug von ALG 2 steigt im Gegenteil zahlenmäßig an.