Obwohl viele Angst um den Arbeitsplatz haben, lassen sich die Verbraucher ihre Kauflust nicht verderben. Die Wirtschaftskrise hat keine großen Auswirkungen auf die Nachfrage der Verbraucher.  Stabile Preise, Kaufanreize wie die Abwrackprämie und die Hoffnung auf ein Ende der Krise stabilisieren den Verbrauch. Inzwischen, so Marktforscher, mache sich die Hoffnung breit, dass das Schlimmste allmählich überwunden sei. Für Juni erwarten die Forscher deshalb zum vierten Mal nacheinander einen unveränderten Konsumklimaindex von 2,5 Punkten.

Sollte allerdings die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten weiter steigen, könne dies zur Kaufbremse werden, warnen die Marktforscher. Danach sieht es jedoch nicht aus, da die Arbeitslosenzahlen im Mai im Vergleich zum Vormonat April rückläufig sind.

Die gute Konsumlaune verhindert einen schlimmen Absturz. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte von Januar bis März 2009 so stark wie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1970. Massive Einbrüche beim Export und bei den Unternehmensinvestitionen ließen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,8 Prozent zurückgehen – so die neusten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Vergleicht man mit dem ersten Vierteljahr 2008 so ergibt sich ein Wirtschaftsrückgang von sogar 6,7 Prozent. Das BIP war somit bereits im vierten Quartal in Folge rückläufig. Besonders der Export litt stark unter der Wirtschaftskrise.