Jedes Kind soll bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres eine eigenständige Kindergrundsicherung erhalten, und zwar in Höhe von 500 Euro pro Monat. Das fordern Familienverbände und Familienexperten in einem Bündnis Kindergrundsicherung.  Diese eigenständige Grundsicherung für Kinder soll helfen, die Kinderarmut in Deutschland, die erschreckende Dimensionen angenommen hat, zu überwinden. Die bisherige Familienförderung soll somit komplett erneuert werden.  Anstelle von Kindergeld, Sozialgeld (das Hartz 4 für Kinder), Kinderzuschlag oder BAföG sollen alle Kinder einen einheitlichen Geldbetrag erhalten – und zwar unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Die Finanzierung – so das Bündnis Kindergrundsicherung – erfordere einen jährlichen Aufwand von 100 Milliarden Euro. Diese könnten aber aus den bisherigen Familienleistungen bestritten werden. Auch das Ehegattensplitting soll zur finanzierung herangezogen werden.

Die einheitliche und einkommensunabhängige Grundsicherung für Kinder würde eine unbürokratische Hilfe sein. Da die Leistung dem Einkommenssteuerrecht unterliegen soll, würden besser verdienende Haushalte effektiv einen geringeren Grundsicherungsbetrag für Kinder erhalten.

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