Die Abrackprämie hat gute Chancen zum Wort des Jahres 2009 zu avancieren. Jedenfalls ist sie in aller Munde und wird als Mittel zur Belebung der Konjunktur hoch gelobt. Doch für viele Firmen hat die Abwrackprämie auch ihre Schattenseiten. Grade die in die Jahre gekommenen Autos, die wegen der Prämie zu Hunderttausenden in die Schrottpresse wandern, sind die Haupteinnahmequelle für kleine freie Werkstätten. Das sind i.d.R. Fahrzeuge ab dem fünften Jahr aufwärts, die nicht mehr unter die Gewährleistung des Herstellers und die Kulanz-Regeln der Service Werkstatt fallen. Fahrer solche Autos lassen diese in freien Werkstätten raparieren, da diese kostengünstiger als in den Vertragswerkstätten der Autohersteller sind. Die freien Werkstätten sind schon jetzt die Verlierer der Abwrackprämie. Es kann jedoch noch dicker kommen: wenn die Abwrackprämie für eine Million verschrottete Autos gezahlt wird, sind die freien Werkstätten in ihrer Existenz bedroht.

Die Abwrackprämie führt auch dazu, dass das Angebot an günstigen alten Autos dramatisch zurück gegangen ist. Das typische Studentenauto wird es lange Zeit nicht mehr geben.

Fazit: die Abwrackprämie hat nicht nur Vorteile. Den freien Werkstätten brechen die Aufträge weg. Arbeitslosigkeit und Hartz IV droht.