Bundesarbeitsminister Scholz ist besorgt über die Entwicklung am Jobmarkt. Er rief die Unternehmen auf, alle Möglichkeiten der Kurzarbeit zu nutzen. Auch die BA, die Bundesagentur für Arbeit, ist mit der aktuellen Kurzarbeiterwelle zufrieden, auf der anderen Seite natürlich auch besorgt. Seit November 2008 haben 50.000 Unternehmen für 2,3 Millionen Beschäftigte vorsorglich Kurzarbeit angemeldet. Kurzarbeit verhindert betriebsbedingte Kündigungen und sichert den Betrieben beim Aufschwung eine eingespielte Belegschaft.

Die Großbanken hingegen betrachten die Kurarbeiter-Lawine als Problem, das erst im Spätsommer gravierend werden wird. Dann werden die Firmen ohne ausreichende Aufträge und Geld dastehen. Sie werden gezwungen werden, die kurzarbeitenden Mitarbeiter zu kündigen. Dann werde die Zahl der Erwerbslosen um mehere Hunderttausend innerhalb von ein bis zwei Monaten nach oben springen.