Die Wirtschafskrise hat den Arbeitsmarkt erreicht. Die Arbeitslosenquote stieg nun auf 8,6 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit teilte nun die offiziellen Zahlen der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen mit. So stieg deren Anzahl im März im Vergleich zum Februar um 34.000. Damit kletterte die Arbeitslosenquote gegenüber Februar um 0,1 Prozent nach oben. Vergleicht man mit dem Jahr 2008, so ergibt sich ein Anstieg um 78.000 Arbeitslose.
Eine Frühjahrsbelebung wird es in diesem Jahr 2009 somit nicht geben.

Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes haben sich negativ entwickelt, wurde von Seiten der BA mitgeteilt: Die Arbeitslosigkeit nahm zu, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sank, und die Arbeitskräftenachfrage bewegte sich nach hinten.
Die Kurzarbeit sei hierbei ein Stabilisierungsfaktor gewesen. Unternehmen in Deutschland hätten von November 2008 bis Februar 2009 für 1,6 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr habe sich die Zahl der Kurzarbeit versechsundzwanzigfacht. Für März stellt sich die BA auf einen neuen Rekord bei Anträgen auf Kurzarbeit ein.

Es gibt bereits eine vorläufigen Hochrechnung. Danach würden Kurzarbeitsanzeigen für etwa 680.000 bis 740.000 Beschäftigte eingehen. In wie vielen Fälle tatsächlich Kurzarbeit eingeführt worden sei, wird man jedoch erst in einem Vierteljahr sagen können.

Saisonbereinigt stieg die Zahl der Arbeitslosen im März um 69.000 auf 3,4 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. Arbeitsmarktexperten waren davon ausgegangen, dass es lediglich eine Erhöhung von etwa 53.000 Arbeitslosen geben werde. Bereinigt man die Arbeitslosenzahlen um jahreszeitliche Einflüsse, so stellen sich die Zahlen wie folgt dar: im Westen stieg die  Erwerbslosenzahl um 57.000, im Osten um 12.000. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten lag nach Hochrechnungen der BA bei 27,3 Millionen. Das ist, vergleicht man mit dem Vorjahr, eine Zunahme von 250.000.

Die Bundesagentur für Arbeit geht für 2009  nicht mehr von einem Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt aus, auch nicht in der zweiten Jahreshälfte. Frühestens 2010 könne man eine Besserung erwarten. Die wirtschaftliche Entwicklung wird über den genauen Zeitpunkt entscheiden. Für 2009 rechnet die BA mit einer Überschreitung der 4 Millionen Marke bei der Arbeitslosigkeit.