Der Parteivorsitzender der Partei Die Linke wille eine deutliche Erhöhung des Hartz-IV-Satzes auf 500 Euro. Zudem soll ein Mindestlohn von 10 Euro festgeschrieben werden. Finanziert werden soll dies durch höhere Steuern und Abgaben für Vermögende und Spitzenverdiener.
Die Linkspartei hat diese Forderungen zu Wahlkampfthemen erhoben. Diese Zahlen seien realistisch, so Oskar Lafontaine. Er verwies auf Frankreich. Dort sei selbst unter dem konservativen Präsidenten Sarkozy ein Mindestlohn von 8,71 Euro eingeführt worden, der in Kürze angehoben werde.

Die Forderungen Lafontaines müssen vom Parteitag im Juni noch beschlossen werden. In diesem Fall zöge die Linkspartei mit deutlich höhere Forderungen in den Wahlkampf als bisher. Bisher setzte sich die Linke für einen Mindestlohn von 8,71 Euro ein und wollte den Hartz-IV-Regelsatz auf 435 Euro anheben.

Die Finanzierung werde über eine Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer und den Spitzensteuersatz für höhere Einkommen finanziert werden, erklärte der Parteivorsitzende
Wenn in Deutschland Vermögen wie in Großbritannien besteuern würden, so könnten im Jahr jährlich Mehreinahmen von 80 Milliarden Euro für den Staat erzielt werden. Würde eine Börsenumsatzsteuer von 0,5 Prozent eingeführt werden, so würde der Staat außerdem Einnahmen in Höhe von 35 Milliarden Euro erwirtschaften, wenn der Börsenumsatz wie 2008 bei sieben Billionen Euro liege.