Die SPD-Vorsitzende in NRW, Hannelore Kraft, will eine Neuregelung der Hartz-IV-Leistungen für Kinder. Eltern sollten wieder einmalige Beihilfen für Dinge bekommen, auf die ihre Kinder schnell angewiesen sind. Die jetztige Hartz IV Regelung sei für Kinder unpraktikabel.

Kinder benötigten unregelmäßig, dann aber schnell neue Sachen. Deshalb sei die Rückkehr zu einmaligen Beihilfen für Kinder von Hartz-IV-Empfängern erforderlich.

Die SPD hat bereits seit längerem darüber diskutiert, die Hartz-IV-Leistungen für Kinder vom Grunde her neu zu regeln. „Wir müssen bei den Kindern zurück zum alten System der einmaligen Beihilfen für Kleidung, Schulsachen und ähnliches“, so die NRW SPD Vorsitzende. Die jetzigen Hartz IV Regelungen müssten an die Wirklichkeit angepasst werden.

Hannelore Kraft erklärte: „Ich bin selber Mutter und habe erlebt, dass ein Kind in wenigen Wochen aus zwei Schuhgrößen rauswächst. Da kommt man nicht klar, wenn der Hartz-IV-Regelsatz für Schuhe von Kindern bis 13 Jahre bei 4,48 Euro im Monat liegt.“

Die Regelsätze der Hartz IV Gesetze sind höher als die ursprünglichen Sozialhilfesätze. Man wollte so erreichen „dass die Menschen nicht mehr Bittsteller auf dem Sozialamt“ sind und nicht für alles einen Antrag stellen müssten. Dies funktioniere jedoch nicht.

In diesem Zusammenhang kann man auch eine Entscheidung des Bundessozialgerichts sehen. Es hatte die Hartz-IV-Leistungen für Kinder bis 14 Jahre für verfassungswidrig erklärt. Kinder bekommen aktuell 60 Prozent der Regelleistung eines erwachsenen, alleinstehenden Hartz-IV-Beziehers. Ihre Hartz IV Leistung heißt Sozialgeld.