Schüler bzw. Schulkinder, deren Eltern Hartz IV Leistungen beziehen, bekommen ab dem Jahr 2009 100 Euro zusätzlich als Schulstarter Paket.

Für den Fall, dass wenigstens ein Elternteil aus der Familie einen Anspruch auf ALG 2, also auf Arbeitslosengeld II Zahlungen hat, so gibt es 100 Euro pro schulpflichtigen Kind für Schulmaterialien. Diese Zahlungen, die zusätzlich zu den regelmäßigen Hartz IV Geldern gezahlt werden, sollen bis zum zehnten Schuljahr immer zu Beginn des neuen Schuljahres ausgezahlt werden, also erstmals zum 1. August 2009.

Ein Schulbedarfspaket ist von vielen sozialen Verbänden gefordert worden. Die Bundesregierung hat diese Forderung nun umgesetzt und als § 24 a SGB II in das Sozialgesetzbuch II übernommen. . Die 100 Euro für Schüler aus Hartz IV Familien ist ein Aspekt des Gesetzes zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Dienstleistungen aus dem letzten Jahr.

Die Kinder von Hartz-IV-Empfängern oder Eltern, die Sozialhilfe beziehen, bekommen die sogenannten Schulstarter-Pakete bis zum Ende des 10. Schuljahres für ihre Kinder. Die 100 Euro sind als finanzielle Unterstützung für den Kauf von Schulranzen, Büchern oder Schreibutensilien einzusetzen.
Damit die Gelder nicht zweckentfremdet genutzt werden, muss im Einzelfall durch eine Quittung
belegt werden, dass das Geld zur Deckung des Bedarfs an Schulmaterialien und Lernmitteln wie Bücher, Hefte oder Schultasche verwendet wurde.
Die Sonderzahlungen des Schulbedarfspakets werden im laufenden Jahr 2009 erstmals ausgezahlt. Ein Antrag
muss bei der zuständigen Arge oder dem Jobcenter gestellt werden.

Gesetzestechnisch erfolgte die Umsetzung wie folgt: In das Sozialgesetzbuch 2, dem Leistungsgesetz für Hartz IV Empfänger, ist folgender § 24 a SGB II aufgenommen worden:
§ 24 a SGB SGB II: Zusätzlich Leistungen für die Schule
Schüler, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die eine allgemeinbildende Schule mit dem Ziel des Erwerbs eines allgemeinbildenden Schulabschlusses besuchen, erhalten bis zum Abschluss der Jahrgangsstufe 10 eine zusätzliche Leistung für die Schule in Höhe von 100 Euro, wenn mindestens ein im
Haushalt lebender Elternteil am 1. August des jeweiligen Jahres Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach diesem Buch hat. Schüler, die nicht im Haushalt ihrer Eltern oder eines Elternteils leben, erhalten unter den Voraussetzungen des § 22 Abs. 2 a SGB II die Leistung nach Satz 1, wenn sie am 1. August des jeweiligen Jahres Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach diesem Buch erhalten. Der zu ständige Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende kann im begründeten Einzelfall einen Nachweis über eine zweckentsprechende Verwendung der Leistung verlangen.

§ 41 Abs. 1 S. 5 SGB II
Die Leistung nach 24 a SGB II wird jeweils zum 1. August eines Jahres erbracht.

Im Sozialgesetzbuch 12, dem Leistungsgesetz für Sozialhilfeempfänger wurde in § 28 a SGB XII eine dem 24 a SGB II gleichlautende Regelung aufgenommen.
§ 28 a SGB XII:
Für Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen und anderen Schulen mit dem Ziel des Erwerbs eines allgemeinbildenden Schulabschlusses wird bis zum Abschluss der Jahrgangsstufe 10 jeweils zum Beginn eines Schuljahres eine zusätzliche Leistung für die Schule in Höhe von 100 Euro erbracht. Der zuständige Träger der Sozialhilfe kann im begründeten Einzelfall einen Nachweis über die zweckentsprechende Verwendung der Leistung verlangen.