Ungewöhnliche Zeiten, erfordern ungewöhnliche Schritte. Diesen Grundsatz haben sich Hartz IV Bezieher aus Hamburg zu eigen gemacht und haben den ersten Salsa Tanzclub gegen Armut gegründet. Dort hat jeder die Möglichkeit, den lateinamerikanischen Tanz kostenlos zu lernen und zu tanzen. So soll auch Beziehern von ALG 2 ein kulturelles Angebot offen gelegt werden.
Salsa ist ein lateinamerikanischer Tanz, der aus den Staaten Kuba, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik stammt.
Der Begriff Salsa stammt aus dem Spanischen und wird oft mit Soße übersetzt. Es ist ein Ausdruck für einen bestimmten Stillateinamerikanischer Musik. Der Name Salsa wurde im Jahr 1974 von dem Journalisten Izzy Sanabria dieser Musikrichtung verliehen. Damit war der Grundstein dafür gelegt, dass der Salsa als Tanz und Musikrichtung eine große Bekanntheit erreichen konnte.
Die Anfänge des Salsa liegen in den 1970er Jahren und seit jener Zeit spielen die Salsa-Bands eine Besetzung von maximal acht oder neun Musikern auf. Die Band beinhaltet ein Piano, einen Bass, ein bis zwei Posaunen oder Trompeten und einen Sänger.
Wie bereits weiter oben erwähnt, wurde der Salsa in Lateinamerika geboren. Dort war zu den Gründerzeiten der alleinige Posaunensatz populär. Dieser gilt auch noch heute als klassische Sound – und kein Salsastück kommt ohne Posaunen aus. Vergleicht man den Salsa mit anderer kubanischer Musik, so tönt er voluminöser, selbst in dem Fall, dass er in geringerer Besetzung gespielt wird.
Die Salsa Musik wurde schon immer von dem Salsa Tanz begleitet.
Es ist ein Gesellschaftstanz, der paarweise oder in Gruppen getanzt wird. Ursprünglich kommt der Salsa-Tanz Lateinamerika und den USA. Dennoch steht der Salsa auch unter dem Einfluss des Englischen Contredanse aus dem 17. Jahrhundert. Kolonialherren aus Frankreich und Spanien brachten den Contredanse in die Karibik.
Der Salsa Tanz kommt im Unterschied zu den meisten anderen Tänzen ohne einheitlichen Grundschritt aus. Man findet in den meisten Salsa Varianten lediglich einen „Vorwärts-Rückwärts Grundschritt auf 1“. Der Salsa Tanz wird im 4/4 Takt und der (uneigentliche) Grundschritt geht über zwei Takte. Das ist der Grund, warum auf acht und nicht auf vier gezählt wird. Beim ersten Taktschlag beginnt der Herr mit dem Grundschritt, indem er einen Schritt vorwärts setzt. Dann folgt ein Schritt am Platz und durch den nächsten wird die Figur wieder geschlossen. Danach wiederholt er das ganze nur mit einem Rückwärtsschritt zu Beginn. Im Salsaclub werden Salsa Videos beim Tanzenlernen gezeigt.
Also: Salsa ist die einfachste Sache der Welt, betonte der Vorsitzende des Salsa Tanzclub gegen Armut in Hamburg. Mitmachen kann übrigens jeder, der Hartz IV Bezug ist nicht Voraussetzung.