Schlechte Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt: die Zahl der Arbeitslosen steigt wieder. Die weltweite Finanzmarktkrise hat den deutsche Arbeitsmarkt eingeholt. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erklärte am 08.01.2008, dass die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2008 gegenüber November 2008 um 114.000 auf 3,102 Millionen gestiegen ist. Damit hat die Arbeitslosenzahl die die 3 Millionen Grenze wieder überschritten.

Die Arbeitslosenquote ist nach diesen Zahlen innerhalb eines Monats um 0,3 Punkte auf 7,4 Prozent angestiten. Dieser negative Trend läßt die BA aber noch nicht allzu besorgt reagieren, denn im Vergleich zum Vorjahr zum jetzigen Zeitpunkt ist die Arbeitslosenquote gering. Vor einem Jahr betrug sie noch 8,1 Prozentpunkte.

Dennoch: die aktuellen Daten vom Arbeitsmarkt sprechen klare Worte: es zeigt sich, dass die Folgen der Wirtschaftskrise den deutschen Arbeitsmarkt beeinflussen. Und: die negativen Auswirkungen der Krise werden größer werden.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit war das Jahr 200u8 mit 3,268 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt und einer Arbeitslosenquote von 7,8% im Jahresdurchschnitt eines der glänzesten Jahre für den Arbeitsmarkt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Der aktuelle Trend weist den Blick in Richtung Kurzarbeit. Immer mehr Unternehmen beantragen Kurzarbeitergeld. Im November 2008 lagen 164.000 Meldungen für Kurzarbeit vor. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2008 bedeutet dies einen Anstieg um 107.000 Kurzarbeiterstellen. Die BA geht davon aus, dass sich  die Zahl der Kurzarbeiter in den nächsten Monaten drastisch erhöhen wird.

Mit der negativen Trendwende am Arbeitsmarkt sinken auch die Aussichten der Langzeitarbeitslosen und Hartz IV Empfänger, wieder einen Arbeitsplatz zu finden.