Eine beispielslose Aktion planen Hartz IV Empfänger aus München. Sie wollen über den Jakobsweg bis nach Santiago de Compostella pilgern. Der Jakobsweg ist einer der bekanntesten Pilgerwege in Europa.  Pilgern bedeutet, den Weg nach Innen zu finden. Das versuchen die Bedürftigen Menschen und zwar auch auf die Gefahr hin, dass ihnen die Sozialleistung gestrichen wird, denn auf Hartz IV hat nur Anspruch, wer sich in Deutschland aufhält.  Sie zählen die Beschreitung des Jakobwegs, der den Namen des Heiligen St. Jakobus trägt, aber zur ihrer Religionsausübung. Und diese sei durch das Grundgesetz geschützt, so die Argumentation der Aspiranten auf den Jakobsweg.

Normalerweise dauert eine Pilgerfahrt auf dem Jakobsweg bis nach Santiago de Compostella in Spanien mehrere Wochen. Doch  die bedürftigen Pilger wollen nicht die gesamte Strecke zurücklegen, sondern sich auf einen wesentlichen Teil des Pilgerwegs beschränken. Auch dann, wenn man nur einen Teil des Jakobswegs hinter sich bringt, kann man den Sinn der Pilgerfahrt erfüllen.  Der genaue Termin der der Pilgerreise steht aber nach Angaben der künftigen Pilger noch nicht fest.

Die Hartz IV Empfänger hoffen durch ihre Fahrt Hilfe bei der Überwindung ihrer Probleme zu finden. Sie zählen dabei auf sich selbst und auf die Inspirationen, die Ihnen das Pilgern auf dem Jakobsweg bringen wird.