In Berlin hat ein Weihnachtsmarkt für Hartz IV Empfänger seine Tore geöffnet. Für wenig Geld gibt es hier die schönsten Sachen. Die Weihnachtsmärkte in Berlin wie der  Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der VHS an der Antonstrasse in Berlin-Wedding sind die einzigen Hartz-IV- Weihnachtsmärkte in Deutschland. Kaufen darf dort nur, wer nachweist, dass sein Einkommen unter 900 Euro im Monat liegt. Hinüberschlendern darf hingegen jeder. Die beiden anderen Hartz IV Weihnachtsmärkte findet man in Spandau und in Charlottenburg.

Jeden Samstags von 13 bis 18 Uhr gibt es zudem einen kostenlosen und alkoholfreien Punsch. Am 13.Dezember findet der vorerst letzte statt.

In Berlin leben 562.805 Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger. 176.000 Kinder und Jugendliche findet man unterhalb der Armutsgrenze – so viele wie in keiner anderen Stadt Deutschlands. Wenn also nicht in Berlin, wo dann sollte ein Weihnachtsmarkt für sozial Benachteiligte stattfinden.
Der Hartz IV Weihnachtsmarkt wird von der gemeinnützige Berliner Organisation „Goldnetz“  organisiert. Auf dem Weihnachtsmarkt für arme wird nicht mit Euros sondern mit Goldtaler, einer Fantasiewährung bezahlt, die man am Eingang kaufen kann.
Ein Taler ist 50 Euro-Cent wert. Hierfür bekommt man etwa drei handgeschnitze Engel als Schmuck für den Weihnachtsbaum. Einen Wollschal erhält man für 4 Taler.  Spielzeug, Frühstücksbretter oder Lampen wurden von  mehr als 100 Goldnetz-Mitarbeitern über das Jahr per Handarbeit in den Werkstätten des Vereins gefertigt. Andere Artikel, etwa Schulbücher oder Geschirr stammen aus Spenden.  Täglich kommen bis zu 500 Besucher, um über den Hartz-IV-Weihnachtsmarkt zu laufen.

Eigentlich ist der Ausdrück Hartz-IV-Weihnachtsmarkt nicht richtig, denn nicht nur Hartz IV Bezieher, auch Rentner oder andere Bedürftige mit geringem Einkommen sind auf den Sozial-Weihnachtsmärkten willkommen.