Die Arbeitslosigkeit sank im September um 0,2 % auf 7,4 %. Das ist der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit seit 1992. Die BA, die Bundesagentur für Arbeit berichtete am 30. September 2008, dass die Zahl der Menschen ohne Job um 115.000 auf 3,081 Millionen zurückgegangen sei. Vergleicht man mit dem Vorjahresmonat, so betrug der Rückgang 463.000.

Aus den Zahlen läßt sich ersehen, dass die Finanzkrise noch keine Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt gezeigt hat. Der BA-Chef Weise erwartet auch, dass die Finanzkrise auf die Finanzbranche beschränkt bleibe und daher mit Ausnahme des seit drei Monaten zu beobachtenden Jobabbaus bei Banken und Versicherungen keine Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielen werde. Der BA Chef fügte hinzu, dass selbst dann, wenn sich die Krise auf die Kapitalversorgung des Mittelstandes auswirken sollte, der die meisten Jobs geschaffen habe, sich die Arbeitslosigkeit im Jahr 2009 nicht in großem Stil ausweiten werde.

Besonders in NRW hat sich die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt forgesetzt. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Jahresvergleich um beinahe 80.000 auf 731.800 Menschen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 % auf 8,2 %. Vor einem Jahr lag sie bei 9 %.

Der Vorteil einer niedrigen Arbeitslosenquote: es muss weniger Arbeitslosengeld bezahlt werden, die öffentlichen Haushalte werden entlastet.