Die Zahl der Schüler und Studenten, die in Deutschland BAföG erhalten, geht zurück. Im Jahr 2007 sank die Zahl der BAföG-Empfänger um 11.000 oder 1,4 % auf 806.000. Diese Zahlen lieferte das Statistische Bundesamt. Bereits im Jahr 2006 war die Zahl der BAföG-Bezieher gesunken.

Die Bundesbildungsministerin versprach nun, dass die Zahl der durch das BAföG geförderten Studenten und Schüler zunehmen werde. Ab Oktober 2008 steigen die Bedarfssätze und der Elternfreibetrag erstmals seit 2001 an.

Die SPD bezeichnete die Entwicklung beim BAföG als alarmierend. Auch die FDP und die Grünen kritisierten die Bildungspolitik der Großen Koalition. Die Bildungsgerechtigkeit sei nicht erhöht worden.

Schaut man wieder auf die Statistik, so bekamen die geförderten Studenten im Jahr 2007 monatlich 375 Euro, die Schüler 301 Euro pro Person. Damit veränderte sich der Durchschnittsbetrag an BAföG je Monat und Person im Vergleich 2007 und 2006 nicht. Im Jahr 2007 erhielten 494.000 Studenten und 312.000 Schüler Leistungen nach dem BAföG.

Eine Studie des Bildungsministeriums hatte ergeben, dass die soziale Schere an den deutschen Hochschulen immer weiter auseinander klafft. Von 1993 bis 2007 ins der Anteil der Studenten, die aus einem Akademiker-Elternhaus kommen von 49 % auf 60 % angestiegen.

In NRW sollen jetzt mehr leistungsstarke Kinder von Nichtakademikern für ein Studium gewonnen werden. Der Hochschulzugang für Schüler ohne Abitur soll erleichtert werden. Es sollen duale Studiengänge mit einer gemeinsamen Ausbildung in Betrieb und Hochschule geschaffen werden. Hochschulen und Schulen sollen enger mit der Wirtschaft kooperieren; dadurch soll die Bildungsvererbung aufgehoben werden.

Auch die frühe Förderung an Schulen beispielsweise durch Schüleraustausch an Auslandsschulen soll verbessert werden.