Nach dem neusten Armutsbericht der Bundesregierung 2008 sind 13 Prozent der Bundesbürger arm. Jeder vierte Bürger Deutschlands ist von Armut betroffen oder muss durch staatliche Leistungen „über Wasser gehalten“ werden, damit er nicht in die Armut abgleitet. Vergleicht man die statistischen Zahlen des Armutsberichts mit den Zahlen der Vergangenheit, so ergibt sich, dass sich die Kluft zwischen Arm und Reich drastisch vergrößert hat.

13 Prozent der Menschen in Deutschland sind arm. Weitere 13 Prozent der Deutschen werden durch staatliche Sozialleistungen wie Kindergeld oder ALG II (Hartz IV) vor der Armut bewahrt.

Reich ist nach der Definition, wer im Monat als Alleinstehender mehr als 3418 Euro netto verdient. Eine vierköpfige Familie ist reich, wenn sie mehr als 7178 Euro im Monat zur Verfügung hat.

Arm ist nach der Definition der EU, wer als Alleinstehender weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient; das sind z.Zt. 781 Euro Netto.

Auch die Zahl derjenigen ist angestiegen, die trotz einer Arbeit auf Sozialleistungen angewiesen sind oder im Armutsrisikobereich leben. Diese Tatsache ist auf sehr niedrige Löhne zurückzuführen.  Der Bundesarbeitsminister sieht hierin ein Argument für Mindestlöhne.