Gefördert von der Arbeitsagentur sind mehrere Arbeitslose Presseberichten zufolge in Jobs an Bord von Flusskreuzfahrtschiffen vermittelt worden, bei denen die Stundenlöhne teilweise unter 3 Euro lagen (absoluter Niedriglohn). So sollte etwa ein 19jähriger arbeitsloser Hartz IV Empfänger 850 Euro netto im Monat bei freier Kost und Logis für eine rumänische Firma 70 Stunden in der Woche arbeiten. Das bestätigte eine Sprecher der der BA NRW-Arbeitsagentur. Er erklärte, das Teile des Arbeitsvertrages sittenwidrig seien. Mindestens 4 weitere Verträge von vermittelten Arbeitslosen entsprechen nicht den EU-Standards, erklärte die Stadt Hamm in NRW. Dabei hatte der Hammer Träger der Qualifizierungsmaßnahme den Kontakt zu den Arbeitgebern vermittelt. 30 Hartz IV Empfänger sind für die Arbeit in Bordküche oder Service geschult worden. Die Förderung dieser Schulung erfolgte z.T. über Bildungsgutscheine der BA und zwar mit einer Summe von 7000 Euro pro Person. In NRW hatten 6 Jobcenter Teilnehmer in diese Schulung vermittelt.

Die Gewerkschaft Verdi fand drastische Worte: „staatlich geförderte Lohnsklaverei“. Der 19jährige hat Anzeige gegen die Arbeitsagentur Remscheid erstattet, denn er fühlte sich unter Druck gesetzt, den Vertrag zu unterschreiben. Die NRW Arbeitsagentur erklärte, dass kein Hartz IV Bezieher gezwungen werden könne, einen Job im Ausland anzunehmen. Die BA überprüfe nun die Zusammenarbeit mit dem Träger der Qualifizierungsmaßnahme.