Die Arbeitsagentur in Schleswig-Holstein hat eine positive Bilanz aus drei Jahren Hartz IV gezogen. Die Zahl der ALG II Empfänger sei von ca. 92.800 im Januar 2005 um 14,7 Prozent auf etwa 79.100 im Januar 2008 gefallen. Dies liege, so die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit,  nicht nur am gestiegenen Wirtschaftswachstum im Norden, sondern auch an der besseren Betreuung und Qualifikation der Gruppe der Hartz IV Empfänger.

Die Arbeitsmarktreform um Hartz IV wird von dort als Erfolg gewertet. Noch einmal die Zahlen: 180 000 Arbeitslose waren im Januar 2005 gemeldet. 92 800 von ihnen bezogen Hartz IV. Die Arbeitslosen-Quote in Schleswig-Holstein lag im Jahr 2005 bei 12,9 Prozent. 2008  Jahre zeigt sich die Statistik schöner. Die Zahl der Arbeitslosen ist um 61 000 auf 119.000 gefallen. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,4 Prozent.

Der Leiter der Regionaldirektion Nord argumentierte, erst die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe habe für die nötige Transparenz gesorgt. Die Zahl von bundesweit mehr als fünf Millionen Arbeitslosen habe vor drei Jahren allen das Problem vor Augen geführt. Außerdem sei durch die Reform „die Sozialhilfe aus dem gesellschaftlichen Abseits geholt“ worden.

 

Der Geschäftsführer des Bereichs Grundsicherung erklärte, dass dennoch noch viel getan werden müsse. So müssten aktuell mehr als 238000 Menschen  mit staatlichen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) über die Runden kommen. Das bedeutet im Normalfall: ein Regelsatz von 347 Euro im Monat (Kinder 208 Euro) sowie die Erstattung der Miet- und Heizkosten. Zum Kreis der ALG II Empfänger gehören, so der Geschäftsführer, auch 26.200 so genannte Aufstocker, die zwar zum größten Teil einen Vollzeit-Job haben, mit ihrem regulären Gehalt aber noch unter dem Regelsatz liegen.

Im Budget 2008 stünden 177 Millionen Euro für Betreuungs-, Vermittlungs- und Qualifizierungsangebote zur Verfügung – 23 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr.