Die Linkspartei fordert den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmittel für Hartz IV Empfänger. Nach einer Studie stünden Empfängern von Hartz IV Leistungen monatlich lediglich 13,17 Euro für Arztbesuche und Medikamente zur Verfügung. Dies sei nicht ausreichend, um Verhütungsmittel zu bezahlen. Die Studie zeige, dass ungewollte Schwangerschaften bei Frauen mit geringem Einkommen zunähmen. „Das Liebesleben steht unter dem Zeichen von Armut“, erklärte die stellvertretende Parteichefin der Linkspartei kritisch.

Der Verein Frauenwürde e.V. in Köln hatte sich Anfang des Jahres gleichfalls für eine Übernahme der Kosten für Verhütungsmittel eingesetzt.

Nach Einschätzung der stellvertretenden Vorsitzender der Linkspartei sei unter diesen finanziellen Bedingungen selbst Familienplanung nicht möglich. Daher forderte sie, dass für Menschen mit geringem Einkommen Verhütungsmittel kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssten.