Nach Angaben des NRW-Sozialministeriums plant NRW eine Bundestagsinitiative, um die Bezüge und Leistungen für Kinder und Jugendliche, die Hartz IV beziehen, zu erhöhen.  Der Sozialminister argumentierte wie folgt: „2,5 Millionen Kinder leben in Deutschland unter der Armutsgrenze. Materielle Armut zieht oft gesellschaftliche Ausgrenzung, Bildungsarmut, schlechte Berufsaussichten und damit wieder materielle Armut nach sich. Dieser Teufelskreislauf muss durchbrochen werden.“ Der NRW Sozialminister warf ein Licht auf die Mittagsverpflegung an Ganztagsschulen: „Es kann nicht sein, dass Kinder von Hartz 4 Empfängern nicht an der Verpflegung teilnehmen können, weil ihren Eltern dafür das Geld fehlt.“

Politische Vorschläge zur Verbesserung der finanziellen Lebenssituation habe eine Expertengruppe vorgelegt. Der Bund müsse danach die Bemessung der Regelleistung für Kinder und Jugendliche überprüfen, denn die jetzige Ableitung vom Bedarf eines Erwachsenen gehe am wirklichen Bedarf der Kinder vorbei. Des weiteren müsse es bei Härtefällen Öffnungsklauseln für örtliche Lösungen geben. Konkret müsse es zusätzliche Hartz 4 Mittel für eine Mittagsverpflegung an Schulen, für Lernmittel wie Schultornister oder Taschenrechner geben.

Der NRW Sozialminister hatte sich zuvor bereits für eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes I und eine Einführung eines Mindestlohns für Beschäftigte privater Postdienstleister eingesetzt.