Schüler-BAföG sollte verbessert werden

Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck fordert seine Partei auf, sich von ihrem alten Sozialstaats-Modell zu verabschieden. „Der nachsorgende Sozialstaat greift heute mit viel Geld ein, wenn Schaden schon eingetreten ist“, sagte Platzeck. Der Ministerpräsident von Brandenburg fordert, dass an Stelle des alten Sozialstaats ein vorsorgende Sozialstaat treten müsse, der wo immer möglich in die Fähigkeit der Menschen investiere. So sollten begabte Kinder aus sozial schwachen Familien künftig durch ein Schüler-Bafög besser gefördert werden.

2 Gedanken zu „Schüler-BAföG sollte verbessert werden“

  1. Vielleicht eine etwas spÄte Reaktion… Aber dazu möchte ich mal was sagen.

    Schüler-Bafög bekommen i.d.R. keine normalen Gymnasiasten. Sie bekommen es nur, wenn sie notwendig auswÄrts untergebracht sind. Der Höchstbetrag liegt irgendwo zwischen 300 und 400 euro.
    Wie also hilft das Bafög den Leuten, die es wirklich brauchen? Es it nun einmal der normale weg, auf einem allgemeinbildenden Gymnasium die AHR zu machen. Das können sich viele dann eben nicht leisten, weil sie kein Bafög kriegen.

    Außerdem werden viele Dinge angerechnet, wo ich denke, dass das eigentlich ein Witz sein MUSS. Meine Halbwaisenrente zum Beispiel.

    Ãœbrigens: Alle Bafög-EmpfÄnger, die nichts dazuverdienen, leben unter dem Existenzminimum. Und dazuverdienen darfst du nur einen bestimmten Betrag, sonst fÄllt wieder das Bafög weg. Mit viel Glück hast du 800 €. Und versuch mal davon Miete, Strom, Telefon, Internet, Lebensmittel, Schulsachen, evtl. Haustier und Ähnliches zu ernÄhren.

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  2. Das SchülerbÄfög wird auf die Höhe des elterlichen Einkommens berechnet. Wodurch hervorgeht, daß bei Mindestlohn Verdienern eine höhere Chance besteht ein Schülerbafög bewilligt zu bekommen als bei einem sehr gut verdienenden Haushalt es der Fall wÄre.
    Dieses Errechnungsprinziep gab es schon immer, wodurch gerade die „Sozialschwachen“ eine hohere Bewilligungsquote beim Schülerbafög haben als ein Haushalt mit höheren Einkommen.

    Wem will der brandenburgische MinisterprÄsident Platzeck denn hier etwas gutes tun, wo doch die „sozialschwache Ebene“ schon bereits bevorteiligt ist, laut rechnerischen Prinziep der BÄfögvorgaben?

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