Die Bundesagentur für Arbeit verkündete jüngst die aktuellen Arbeitslosenzahlen für April 2014. Danach ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland zurückgegangen. Sieht man jedoch genauer hin, so ergibt sich, dass die Anzahl derjenigen Menschen, die längerfristig Hartz 4 Leistungen beziehen, wieder angestiegen ist. Dies ist eine Entwicklung, die schon seit Jahren besteht.
Schaut man auf Arbeitslosenstatistik für das letzte Jahr, so ermittelt man  6,04 Millionen Hartz-4-Empfänger (Erwachsene und Kinder) in Deutschland. Hiervon erhielten 2,82 Millionen die Hartz-4-Leistung schon seit mehr als 4 Jahren, das sind knapp 50 Prozent.
Im Jahr davor war die Zahl der Langzeit-Hartz-4-Bezieher um etwa 16.000 geringer.
Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor gab es rund 17 000 Dauerbezieher weniger.
Im Osten Deutschland liegt der Anteil derjenigen, die dauerhaft Hartz 4 beziehen sogar bei über 50 Prozent.
Verknüpft man die Zahlen mit dem Alter der Langzeitarbeitslosen, so ergibt sich, das im Bundesdurchschnitt fast 64 Prozent der über 50-jährigen Hartz-4-Empfänger seit mehr als 4 Jahren diese Sozialleistung beziehen.
Die steigende Zahl der Langzeit-Hartz-4-Bezieher hat zu Folge, dass die Bundesmittel für Hartz4 von 18,96 Milliarden Euro um 770 Millionen Euro aufgestockt werden müssen.
Die Zahl der Aufstocker, also der Arbeitnehmer, die die trotz eines Voll- oder Teilzeitjobs auf Hartz 4 angewiesen sind,  sank entgegen der obigen Entwicklung im vergangenen Jahr von 1,21 Millionen auf 1,19 Millionen. Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns soll der Rückgang der Aufstocker noch stärker werden.