Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten auch am Wochenende, in der Nacht oder in wechselnden Schichten. Waren im Jahr 2001 ca. 20 Prozent der Beschäftigten an Wochenenden im Einsatz, so waren es im Jahr 2011 etwa 25 Prozent. 8,9 Millionen Arbeitnehmer arbeiteten 2011 ständig oder regelmäßig am Wochenende. 2001 waren es nur 6,7 Millionen.

Ähnlich ist die Entwicklung bei der Nachtarbeit oder Schichtarbeit. Das Arbeitsministerium führt diese Zunahme vor allem auf die Beschäftigungszunahme im Pflegebereich zurück. Dort müsse rund um die Uhr gearbeitet werden, genau wie im medizinischen oder Sozialbereich.

Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion der Linkspartei.

Für Schichtarbeiter steige das Risiko psychischer Belastungen und gesundheitlicher Beeinträchtigungen, so die Bundesregierung.

Die Linksfraktion fordert eine Anti-Stress-Verordnung im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes. Eine solche rechtliche Regelung verlangt auch die IG Metall.