Das Sozialgericht Düsseldorf hat unter dem Az S 10 AS 87/09 geurteilt, dass Einnahmen für einen ausgezahlten Resturlaub nicht auf das ALG II angerechnet werden dürfen. Eine Urlaubsabgeltung sei eine zweckbestimmte Einnahme und nach dem Sozialgesetzbuch nicht als Einkommen zu werten.  Es diene einem anderen Zweck als das Arbeitslosengeld II.  Die Urlaubsabgeltung sei mit einer Entschädigung vergleichbar, die den Empfänger finanziell in die Lage versetzen soll, die verpasste Erholungsphase nachzuholen, etwa durch Restaurantbesuche oder Wellness-Aktivitäten. Dieser Zweck würde aber unterlaufen, würde die Urlaubsabgeltung auf die Hartz IV Zahlung angerechnet.
Dem Urteil lag der Fall einer 59-jährigen Frau zugrunde, der bei Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses noch ein Resturlaubsanspruch zustand. Zur Abgeltung dieses Resturlaubs erhielt die Frau vom Arbeitgeber etwa 400 Euro ausgezahlt. Das Jobcenter wertete dieses Geld als Einkommen und rechnete es mindernd auf die Hartz IV Leistung an.