Viele Hartz IV Empfänger sind sich unsicher: Wieviel darf man anrechnungsfrei hinzuverdienen? Deshalb hier eine Zusammenfassung:

Hartz IV oder ALG II ist das durch die  Hartz IV Reform entstandene Arbeitslosengeld II, eine Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe. ALG II ist eine Sozialleistung. Mehr als das Existenzminimum sichert Hartz IV nicht. Es taucht also die Frage auf: Darf man etwas hinzuverdienen, ohne dass der Anspruch auf Hartz IV Leistungen entfällt.
Grundsätzlich ist das möglich. Allerdings muss ein Nebenjob der Arge bzw. der Arbeitsagentur gemeldet werden.

Wieviel darf man nun zu Hartz IV hinzuverdienen? Der Zuverdienst bei Hartz IV -. ALG II:

Zunächst besteht ein allgemeiner Grundfreibetrag in Höhe von 100 Euro für Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Das bedeutet: jeder, der ALG II bezieht, darf 100 Euro zusätzlich im Monat verdienen, ohne dass der Hartz IV Betrag gekürzt wird. In diesem Grundfreibetrag sind 15,33 Euro Werbungskostenpauschale, Absetzbeträge für eine Riester-Rente und für private Versicherungen in Höhe von 30 Euro und Fahrtkosten enthalten.

Verdient der Hartz IV Empfänger mehr als 100 Euro, so erfolg eine Anrechnung auf die Hartz IV Leistung: Ausgangspunkt der Berechnung ist das erzielte Bruttoeinkommen. Liegt es  zwischen 100 Euro und 800 Euro, so darf der ALG-II-Empfänger 20 Prozent behalten, also maximal 140 Euro.

Liegt das Einkommen darüber, sind 10 Prozent des 800 Euro übersteigenden Betrages anrechnungsfrei.

Beispiel 900 Euro Zuverdienst.
Der Grundfreibetrag beträgt 100 Euro.
140 Euro Freibetrag ergeben sich aus der Rechnung 20 Prozent von 700 Euro. Hinzu kommt ein Freibetrag von 10 Euro als 10 Prozent von 100 Euro. Insgesamt hat der Hartz IV Empfänger einen Freibetrag von 250 Euro.

Die Obergrenze für Freibeträge beträgt für Hilfebedürftige ohne bei  1.200 Euro Bruttoverdienst, für Hilfebedürftigen mit Kindern bei 1.500 Euro. Wer Einkommen hat, dass diese Obergrenze übersteigt, hat keinen Hartz IV Anspruch mehr.

Ein weiterer Freibetrag ergibt sich, wenn ein Mitglied eine Bedarfsgemeinschaft Einkommen von monatliche über 400 Euro erzielt. Es darf dann die Fahrtkosten mit 20 Cent  pro Kilometer absetzen, sofern darüber hinaus die Summe der abzugsfähigen Beträge gemäß Â§ 11 II Nr. 3-5 SGB II die Grenze von € 100 übersteigt.

Die Frage, die in diesem Zusammenhang auftaucht ist die:

Was zählt als Einkommen?

Antworten gibt es hier:
Welches Einkommen wird auf Hartz IV angerechnet?
Welche Einnahmen werden nicht auf Hartz IV angerechnet?